Fußball-Gruppenliga

2:0-Heimsieg gegen den FSV Wolfhagen: SV Reichensachsen stürzt den Spitzenreiter

Durchsetzungsstark: Neuzugang Dadah Gadea Baringo (Mitte) erzielte für den SV Reichensachsen im Spitzenspiel gegen den FSV Wolfhagen den wichtigen Führungstreffer.
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Durchsetzungsstark: Neuzugang Dadah Gadea Baringo (Mitte) erzielte für den SV Reichensachsen im Spitzenspiel gegen den FSV Wolfhagen den wichtigen Führungstreffer.

Der SV Reichensachsen ist in der Fußball-Gruppenliga derzeit gut drauf. Nun stürzte man auch den Tabellenführer FSV Wolfhagen.

Reichensachsen – Mit einem am Ende verdienten 2:0-Erfolg gegen den bisherigen Tabellenführer FSV Wolfhagen sicherte sich der SV Reichensachsen am Sonntag drei wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze und blieb auch im sechsten Spiel in Serie in der Fußball-Gruppenliga ungeschlagen.

Von Beginn an entwickelte sich auf dem Kunstrasenplatz in Reichensachsen eine sehr hektische und zerfahrene Partie. Viele kleine Fouls in der Anfangsphase verhinderten das Aufkommen jeglichen Spielflusses auf beiden Seiten. Besser damit kamen allerdings die Gastgeber zurecht, die bereits früh die Führung bejubeln durften.

Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld konnte Gästekeeper Schmidt den Kopfball von Tonio Binneberg zwar zunächst noch parieren, gegen den folgenden Kopfball des am schnellsten reagierenden Gadea Baringo war er jedoch machtlos (5.). Nach einer Viertelstunde die nächste gute Chance für den SVR, doch nach Pass von Marius Jung strich der Schuss von „Kuba“ Swinarski knapp am langen Pfosten vorbei.

Marius Jung war der beste Spieler auf dem Platz

Apropos Marius Jung: Die Nummer zehn im Trikot des SVR avancierte zum besten Spieler auf dem Platz. Immer anspielbereit, lauf- und zweikampfstark war er an fast allen guten Aktionen seiner Elf beteiligt und krönte seine Leistung mit dem 2:0 im zweiten Nachsetzen nach zwanzig Minuten.

Erst danach begannen die Gäste am Spiel teilzunehmen und wären beinahe zum Anschlusstreffer gekommen. Doch in Minute 21 scheiterte der schön freigespielte Timo Wiegand am glänzend reagierenden Danny Göhler im SVR-Tor, zwei Minute später vergab er frei stehend die nächste Chance fast kläglich.

„Mädchenfußball“ – so lautete die knappe Zusammenfassung von Gästetrainer Valentin Plavcic zur Darbietung seiner Elf in der ersten Hälfte, in der die Gastgeber nach der frühen Führung sich vor allem aufs Verteidigen konzentrierten und dies bis auf wenige Ausnahmen gut lösten.

Keine Aufholjagd der Gäste

Wer nach Wiederbeginn eine furiose Aufholjagd der Gäste erwartet hatte, wurde enttäuscht. Zwar erspielten sie sich eine optische Überlegenheit, aber wirkliche Torgefahr gegen die weiterhin leidenschaftlich und konzentriert verteidigenden Gastgeber konnten sie sich nicht erspielen. Vor allem in den Zweikämpfen hatten die Klajnszmit-Schützlinge immer wieder das bessere Ende für sich, während in der Offensive das Duo Swinarski und Jung etwas wenig Unterstützung erhielt, um den entscheidenden dritten Treffer markieren zu können.

Der war aber auch nicht nötig, denn spätestens nachdem Timo Wiegand einen der zahlreichen Freistöße für seine Elf (76.) in der spielerisch nur durchschnittlichen Partie weit in den Himmel jagte, war der Glaube an eine Wende im FSV-Lager gebrochen.

Angetrieben vom „Emotional Leader“ Stephan Montag (Ansage in Minute 60: „Wir spielen das hier tiefenentspannt zu Null herunter“) spielte der Meisterschaftsanwärter routiniert und beinahe hätte Peter Manegold kurz vor dem Ende noch das 3:0 markiert, doch traf er nach feiner Vorarbeit von Swinarski lediglich die Latte. Am Ende ein verdienter SVR-Sieg gegen einen insgesamt enttäuschenden Gegner. (sk)

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