Fußball-Gruppenliga

Swinarski-Show zum Auftakt: SV Reichensachsen zerlegt TSV Wolfsanger mit 11:0

Sage und schreibe elfmal durfte der SV Reichensachsen um Christian Schätzke (links) am Sonntagnachmittag gegen den TSV Wolfsanger jubeln.
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Sage und schreibe elfmal durfte der SV Reichensachsen um Christian Schätzke (links) am Sonntagnachmittag gegen den TSV Wolfsanger jubeln.

Nun steht der SV Reichensachsen bereits nach dem ersten Spieltag dort, wo ihn nicht wenige Experten auch zum Ende der Saison erwarten: nämlich auf Platz 1 in der Gruppenliga.

Reichensachsen - Dabei deutete in den ersten 20 Minuten nichts auf den am Ende so klaren Sieg der Wichtelmänner hin. Lediglich ein Distanzschuss von Bastian Bachmann war (7.) bis dahin zu notieren in einer zähen Anfangsphase, auf der Gegenseite zielte Lukas Haack (17.) aus der Distanz vorbei.

Ansonsten waren beide Kontrahenten bei hochsommerlichen Temperaturen zwar bemüht, doch die lange Spielpause war deutlich zu spüren und so endeten die Angriffsbemühungen dank vieler Fehlpässe im Mittelfeld immer wieder vorzeitig.

Ein langer Diagonalpass von Christian Schätzke sollte dann die Dramaturgie des Spiels in eine andere, sehr einseitige Richtung lenken. Neuzugang Jakub Swinarski brachte diesen unter Kontrolle und seine Flanke legte Marius Jung auf David Dreyer ab, der den Ball perfekt annahm, sich um seinen Gegenspieler drehte und das Leder im Winkel des Gästetores versenkte.

Gute Balleroberungen und schnelles Umschalten

Und so sollte es weitergehen, denn es schien so, als ob mit dem Führungstreffer jede Menge Ballast von der Klajnszmit-Elf abgefallen wäre.

Gute Balleroberungen in der Defensive, schnelles Umschalten gegen die auch viel zu hoch stehenden Gäste brachten zweimal in kürzester Zeit Swinarski in Szene, der sich jeweils über die linke Seite durchsetzen konnte und mit platzierten Schüssen für die beruhigende 3:0-Führung sorgte. Und auch am schönsten Tor des Tages war „Kuba“ beteiligt, als Marius Jung seine Flanke mit herrlicher Direktabnahme zum 4:0 veredelte.

Die Partie war entschieden, stellte sich bei Wiederbeginn nur noch die Frage nach der Höhe des Sieges gegen die mittlerweile hoffnungslos unterlegenen Gäste. Nachdem in der ersten Viertelstunde nicht viel passierte, durften die Zuschauer sich dann über einen der schnellsten Hattricks freuen, den sie in Reichensachsen jemals gesehen haben dürften.

TSV Wolfsanger war nur zu Beginn gleichwertig

Innerhalb von vier Minuten traf Swinarski gleich dreimal nach Belieben, bevor er unter dem Applaus seiner Mitspieler den Platz verlassen durfte. Der Torhunger der Hausherren war allerdings noch nicht gestillt und mit vier weiteren Treffern bis zum Abpfiff des souveränen Schiedsrichters Tobias Lecke sendete der SVR ein deutliches Signal an die Konkurrenz.

War der SV Reichensachsen so stark oder die Gäste so schwach? Das ist die Frage, die erst in den kommenden Wochen beantwortet werden kann, zum Saisonauftakt waren die „Wölfe“ nur in der Anfangsphase ein gleichwertiger Gegner.

Was sich aber bereits zum Auftakt bilanzieren lässt, ist, dass die hohe individuelle Klasse der SVR-Kicker gepaart mit der geforderten spielerischen und taktischen Disziplin von Trainer Rafal Klajnszmit in der Liga für eine Platzierung ganz weit oben in der Tabelle sorgen dürfte. Ans Leistungslimit musste zum Auftakt jedenfalls noch keiner der Akteure in Grün gehen. (Stefan Konklowsky)

SV Reichensachsen - TSV Wolfsanger 11:0 (5:0)

SV Reichensachsen: Alsleben - Vidal Gadea, Gadea Baringo, Binneberg, Montag, Schätzke (46./Röder), Söhngen, Dreyer (60./Cios), Jung, Swinarski (65./Freuches), Bachmann.

TSV Wolfsanger: Walter - Geib, Richter, Noja, Schwiede (46./Schanz), Lehn, Hegmann (70./Messerschmidt), Haack, Franke, Nolte, Reuner.

Schiedsrichter: Tobias Lecke (Bebra).

Zuschauer: 90.

Tore: 1:0 Dreyer (23.), 2:0/3:0/6:0/7:0/8:0 Swinarski (29./35./60./62./64.), 4:0/5:0 Jung (38./45.), 9:0/11:0 Röder (71./89.), 10:0 Binneberg (77.).

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