HANDBALL

TV Hersfeld voller Hoffnung gegen Wollrode

Fehlt seiner Mannschaft wahrscheinlich bis zum Jahresende: Kreisläufer Marc Förtsch erlitt im Training einen Muskelbündelriss.
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Fehlt seiner Mannschaft wahrscheinlich bis zum Jahresende: Kreisläufer Marc Förtsch erlitt im Training einen Muskelbündelriss.

Bad Hersfeld – Die Handballer des TV Hersfeld erwarten im Heimspiel der Landesliga am Samstag den TSV Wollrode, Beginn dieser Partie ist um 18.30 Uhr. Hier die Vorschau aus sportlicher Sicht.

Die Lage

Ist nach drei Niederlagen beim TV Hersfeld bescheiden. Die Lullusstädter sind Schlusslicht der Liga mit 0:6 Punkten und 72:94 Toren. Vorletzter ist Wanfried – das Samstag um 18 Uhr die TG Rotenburg empfängt – mit 0:4 Punkten. Und der Drittletzte ist Wollrode, ebenfalls ein Team, das noch keine Zähler zu verzeichnen hatte. Zuletzt unterlag die Mannschaft aus der Gemeinde Guxhagen bei der TG Rotenburg ganz knapp (21:22).

Der Gegner

Ist kein Unbekannter beim TV Hersfeld. Insbesondere Trainer Mensur Fitozovic nicht, selbst ein erfahrener Spieler und Coach, der auf eine solide 6:0-Deckung bauen kann. Marcell Botthoff gilt als starker Rückhalt im Tor. Wollrode, so TVH-Trainer Christian Weiß, sei eine Mannschaft mit einem sehr unkonventionellen Stil. Viele Spielzüge finden ihre Abschlüsse über Außenspieler. Linksaußen Jan Habenicht ist derzeit in Superform, kam in Rotenburg auf zehn Treffer. Der Konterspieler ist bei den gegnerischen Mannschaften für seine pfeilschnellen Antritte gefürchtet. „Wir müssen sehen, dass wir so wenige Würfe wie möglich aus spitzem Winkel zulassen“, sagt Weiß. Sein Gegenüber Fitozovic kann auf den genesenen Sören Kothe zurückgreifen, von ihm verspricht er sich Impulse aus dem Rückraum. Es fehlt: Außenspieler Jonas Herlitze.

Das Personal

Da zeichnet sich bislang noch keine grundlegende Besserung beim TVH ab. Der Kader bleibt weiterhin arg dezimiert. Noch immer fehlen alle drei Krause-Brüder – Andreas, Michael und Benjamin – wegen Verletzung oder Krankheit – Torhüter Tobias Kretz, der bislang aber von Niklas Kürten und Marius Wasem gut vertreten wurde, sowie Marc Förtsch wegen eines Muskelbündelrisses. „Er war am Dienstag im Training, hat aber nicht teilgenommen, sondern ist nur von unserem Physiotherapeuten behandelt worden“, sagt Weiß.

Der Coach rechnet damit, dass der Kreisläufer unter Umständen bis zum Jahresende ausfällt. Das heißt auch in den beiden abschließenden Begegnungen in Wanfried und gegen Rotenburg, sofern durchgespielt werden sollte. „Förtschi ist sehr wichtig für uns. Nicht nur, weil er am Kreis aufgrund seiner Kraft eine Macht ist, sondern weil er auch über die emotionale Schiene kommt. Er ist einer, der seine Nebenleute mitreißen kann“, beschreibt Weiß den Stil des Kreisläufers. Und er sei auch ein Taktgeber in der Abwehr, für den jetzt ein Ersatz gesucht wird. Eine Ausnahme gibt es: Mit Jonathan Kromm kehrt ein Spieler wieder in das Team zurück, der zuletzt sehr wichtig war.

Der Ausblick

Trotz der prekären personellen Lage ist der nicht ganz so negativ. Hersfelds Trainer weiß, was sein Team kämpferisch zu leisten imstande ist. Nach dem bis auf die Schlussphase knappen Verlauf der Partie in Eschwege meinte er: „Ich möchte die Mannschaft sehen, die hier in Eschwege mit dem engen Personalkorsett so gut mithalten kann. Wenn ich alle Spieler 14 Tage lang vollzählig im Training hätte, ginge so ein Spiel wie das heute anders aus.“

Von Hartmut Wenzel

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