Kasseler Rot-Weiss-Klub künftig ohne den 36-Jährigen – Platz sieben in Braunschweig

Khod gibt Traineramt auf

Diese Aufstellung wird es wohl so nicht mehr geben: Anna Angelescu (von links) mit Burkhard Wagener und Elisabeth Pawellek mit Eugen Khod. Im Hintergrund Mirco Seemann. Archivfoto: Fischer

kassel/braunschweig. Der Platz sieben beim Bundesliga-Turnier in Braunschweig war gestern nur eine Randnotiz für die Tänzer des Kasseler Rot-Weiss-Klubs. Die wohl wichtigste Nachricht für die nordhessische Tanzsport-Elite kam bereits am Samstagabend von einem anderen: von Eugen Khod. Der 36-jährige Tanztrainer stellte in Braunschweig sein Amt als langjähriger Trainer zur Verfügung und begründete gestern seine Entscheidung wie folgt: „Wir gehen jetzt auseinander, damit wir uns keine bösen Worte sagen müssen“, sagte Khod, der vor zwei Wochen in Göttingen sein 100. Turnier für die Rot-Weissen absolviert hatte und seit 1993 als Tänzer für den Verein aktiv war. Als Trainer war Khod insgesamt zwölf Jahre aktiv.

Khod brachte nach der Entscheidung sein großes Bedauern über die Entwicklung zum Ausdruck und beklagte das zuletzt fehlende Vertrauen in der Formation, in der er auch selbst mittanzte. „Wir haben uns am Ende wohl zu weit voneinander entfernt, und das richtige Maß an Vertrauen hat gefehlt. Jetzt will ich mir und anderen nichts mehr beweisen.“

Ebenfalls mit gemischten Gefühlen wurde Khods Entscheidung gestern von Seiten der Mannschaft kommentiert: „Es ist sehr schade, dass wir den Trainer nicht mehr haben, aber am Ende hat die Zusammenarbeit nicht mehr funktioniert“, sagte Rot-Weiss-Kapitänin Anna Angelescu, die am Vortag noch ein vorletztes Mal die Erstliga-Atmosphäre in Braunschweig genossen hatte.

Beim vierten der insgesamt fünf Saisonturniere ertanzte die Standardformation des Rot-Weiss-Klub Kassel erneut Platz sieben. Tagessieger wurde die Mannschaft des 1. TC Ludwigsburg mit allen Bestnoten. Der zweite Platz ging an den Gastgeber aus Braunschweig vor dem A-Team des TSC Schwarz-Gold Göttingen.

„Es ist eine Ehre, in dieser Atmosphäre tanzen zu dürfen“, sagte Tänzer Andreas Podlich über den Auftritt auf dem beeindruckenden Braunschweiger Parkett.

Die Mannschaft um Trainer Eugen Khod zeigte in der Vorrunde eine solide, aber nicht fehlerfreie Leistung. Die im Training angesprochenen Inhalte konnte das Team recht gut umsetzen.

Das kleine Finale wurde erneut zwischen den Teams aus Gießen, Friedberg sowie Kassel ausgetragen. Die Kasseler schafften eine Steigerung ihrer Leistung und absolvierten einen vorzeigbaren Durchgang. Auch die beiden anderen hessischen Teams überzeugten jedoch. Die offene Wertung im Anschluss zeigte die Kasseler erneut auf dem siebten Platz und damit vor der Mannschaft aus Friedberg, die mit sieben Paaren an den Start ging.

Beim letzten Formationsturnier in Nürnberg in zwei Wochen wollen die Rot-Weissen auch ohne ihren Trainer noch einmal alle Kräfte mobilisieren. „Wir möchten uns mit Stolz und einer tollen Leistung aus der 1. Bundesliga verabschieden“, sagte Angelescu. (sol/an)

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