Bundesliga-Tänzer verpassen bei Deutscher Meisterschaft Einzug in Zwischenrunde

Platz sieben für Rot-Weiss

Am Ende stand Platz sieben: Die Tänzer des Rot-Weiss-Klub Kassel, hier bei der Adrenalin Sportshow, waren am Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft in Bremen im Einsatz. Foto:  Fischer/nh

Bremen. Glänzende Medaillen, funkelnder Strass und Emotionen pur: In der Bremer ÖVB-Arena traf sich am Wochenende die Tanzsportelite zur Deutschen Meisterschaft der Standard- und Lateinformationen.

Die jeweils acht besten Teams Deutschlands ermittelten in einem äußerst spannenden Wettkampf den neuen Meister in ihrer jeweiligen Disziplin. Im Standardbereich ging das A-Team des Rot-Weiss-Klub Kassel an den Start. Der Aufsteiger um Trainer Eugen Khod ertanzte sich mit seiner gefühlvollen Choreografie Tanguera den siebten Platz. Deutscher Meister wurde das erste Mal seit 2009 der 1. TC Ludwigsburg.

Mit guter Vorbereitung und Motivation im Rücken gingen die Rot-Weissen an den Start. Die Auslosung ergab, dass Kassel die Vorrunde eröffnen sollte. Das ist gerade für eine Aufsteigermannschaft eine große Bürde und Herausforderung. Ausdrucksstark und mit viel Herz präsentierten die Tänzerinnen und Tänzer ihre Choreografie vor einer atemberaubenden Kulisse.

Bei der Ergebnisverkündung folgte dann die Ernüchterung: Die Mannschaft hatte den Einzug in die Zwischenrunde nur knapp verpasst. Stattdessen entschied sich das Wertungsgericht für die Konkurrenz aus Gießen. Erstmalig wurde bei dieser Meisterschaft das neue internationale Wertungssystem getestet. Dort stehen die technischen Fähigkeiten jedes einzelnen Teammitglieds stärker im Fokus, da auch Wertungsrichter direkt am Flächenrand platziert sind und ausschließlich die Technik bewerten. Durch die neue Aufteilung in vier Wertungsgebiete, die gepunktet werden, ist das Ergebnis sehr transparent. Ab jetzt kann ein Team hinter einer Mannschaft liegen, obwohl es in einzelnen Gebieten besser bewertet wurde.

Trainer Khod möchte für die bevorstehende Turniersaison die Bereiche verbessern, die im Vergleich zur Konkurrenz schlechter bewertet wurden. „Wir haben uns insgesamt gut präsentiert, müssen aber an unserer Bildentwicklung arbeiten, damit wir im Januar angreifen können“, so Khod.

Für das Finale der Standardsektion qualifizierten sich am Abend die Mannschaften des 1. TC Ludwigsburg, der Braunschweiger TSC sowie die Teams des Schwarz-Gold Göttingen und der TC Rot-Gold Casino Nürnberg. In einem packenden Finale sicherte sich Ludwigsburg mit nur 0,5 Punkten vor dem amtierenden Weltmeister aus Braunschweig den Meistertitel. In der Lateinsektion gewann erneut die Gastgebermannschaft aus Bremen. (an)

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