Interview mit Standard-Tänzerin Anna Angelescu vom Rot-Weiss-Klub vor dem Heimturnier der 2. Liga

„Publikum trägt uns nach vorn“

Tanzpaar: Rot-Weiss-Mannschaftskapitänin Anna Angelescu (links) mit ihrem Formationsparter Burkhard Wagener. Foto: privat/nh

KASSEL. Es könnte das wichtigste Turnier der Saison werden. Am Samstag stellt sich die Standardformation des Rot-Weiss-Klubs Kassel ab 18.30 Uhr zum Turnier der 2. Bundesliga in der Auesporthalle dem heimischen Publikum vor. Und mit einer guten Platzierung könnten die Weichen in Richtung Aufstieg in die erste Liga gestellt werden. Mit Mannschaftskapitänin Anna Angelescu sprach unser Mitarbeiter Peter Fritschler.

Die letzten Tage waren sicher hart, so ein Heimturnier muss doch bestens vorbereitet sein?

Anna Angelescu: Wir haben viel trainiert und werden bis zum Turnier weitere Trainingseinheiten absolvieren. Außerdem haben wir in den zwei Wochen nach dem Berliner Turnier unsere Outfits ausgebessert, auch das gehört dazu. Und die Aufbauarbeit in der Aueparkhalle steht uns ebenfalls noch bevor. Ohne unseren vielen ehrenamtlichen Helfer würden wir das aber nicht schaffen.

Stichwort Training, nervt das nicht, wenn man immer wieder den sechsminütigen Durchgang üben muss?

Angelescu: Nerven ist der falsche Ausdruck, wir machen das ja alle, weil wir Spaß am Formationstanz haben. Aber das ständige Wiederholen geht schon an die Substanz. Am Turniertag selbst ist aber alles vergessen, da geht es nur noch um die perfekte Darbietung des Gelernten, am besten mit 100-Prozent-Leistung und mehr.

Und immer alles nach der gleichen Melodie, geistert die nicht ständig im Kopf herum?

Angelescu: Im Leben neben dem Tanzen nicht, da muss man sich genau wie jeder andere auch auf das konzentrieren, was man zu machen hat. Aber sowie man auf Tanzen angesprochen wird, und das passiert häufig in diesen Tagen, dann ist Musik und Choreografie schon Teil der Gedanken.

Wie sieht es mit dem Spaßfaktor aus, bleibt der bei extrem viel Training nicht auf der Strecke?

Angelescu: Nein. Wenn man sieht, dass man sich weiter entwickelt, dass man auf der Tanzfläche steht und sich verbessert hat, dann ist das Spaß pur. Je mehr klappt, desto besser das Gefühl. Und alle tragen dazu bei, Fehler zu erkennen, abzustellen und besser zu werden. (Und mit einem Augenzwinkern) Außerdem gibt es auch lustige Momente im Training.

Aber man muss sich doch in puncto Freundeskreis und Freizeit anders orientieren?

Angelescu: Freunde müssen Verständnis dafür aufbringen, dass man eine andere Zeiteinteilung hat. Und Freizeit bleibt nicht viel. Für mich ist wichtig, dass ich dann raus an die Luft gehe, zum Beispiel mit meinem Terrier-Mischling Elsa.

Wie sehen Sie die Chancen für die Standardformation des Rot-Weiss-Klubs beim Heimkampf in Kassel?

Angelescu: Der erste Platz in Berlin zuletzt hat gezeigt, dass eine eindeutige Platzierung möglich ist. Die sollte uns auch in Kassel gelingen. Und für unser Saisonziel, den Aufstieg in die erste Liga, wäre das ein Meilenstein. Hinzu kommt, dass wir uns in Kassel auf unser Publikum verlassen können. Dessen Begeisterung und Engagement tragen einen nach vorn.

Von Peter Fritschler

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