Nerven liegen blank

Tanzsport-Bundesliga: Saison-Abschlussturnier in Nürnberg

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Zum Abschluss der zweite Rang? Die Aktiven der Göttinger A-Formation wollen sich heute beim abschließenden Turnier in Nürnberg den großen Traum vom zweiten Platz erfüllen. 

Göttingen. Die Entscheidung in der Tanzsport-Bundesliga für Standardformationen sind längst gefallen. Der Braunschweiger TSC steht ebenso als Meister fest wie der 1. TC Ludwigsburg als Zweiter. Kassel und Oberhausen müssen in die zweite Liga absteigen.

Das Göttinger A-Team ist erneut Dritter, die B-Formation wird die Saison auf dem sechsten Tabellenrang abschließen. Und dennoch wird es in Nürnberg noch einmal spannend.

Denn vor dem Abschluss der fünf Turniere umfassenden Saison liegen bei den Verantwortlichen in Ludwigsburg scheinbar die Nerven blank. Auf der vereinseigenen Homepage des 1. TC Ludwigsburg war in den vergangenen Tagen genau das zu lesen, was den Aktiven nach den Turnieren in Göttingen und zuletzt in Braunschweig deutlich in die Gesichter geschrieben war: Sie haderten mit den Entscheidungen der Wertungsrichter bei diesen Turnieren. Jeweils drei der sieben Entscheider beurteilten die Leistung der Göttinger besser als die der Ludwigsburger, die ihrem Frust aktuell deutlich Luft verschaffen. Die Rede ist von politischen Entscheidungen, die ihren zweiten Rang gefährden.

„Wir waren schon erstaunt, als wir das in den vergangenen Tagen gelesen haben. Was sie genau meinen, weiß ich gar nicht. Aber fair sind diese Aussagen nicht. Weder uns gegenüber noch den Wertungsrichtern“, sagt Göttingens Trainer Markus Zimmermann über die Ludwigsburger Meinungsmache im Internet.

Doch von derartigen Anfeindungen wollen sich die Südniedersachsen nicht verunsichern lassen – im Gegenteil. „Bei uns werden nach diesen Aussagen alle sehr motiviert sein. Noch einmal ein wenig mehr als sonst“, betont Zimmermann mit Blick auf seine Tänzerinnen und Tänzer, denen man die Strapazen der langen Saison allmählich anmerkt. Erneut fehlen wird heute Mieke Groeneveld (Armbruch). „Körperlich ist das langsam grenzwertig, aber wir werden noch einmal alles zeigen und eine gute Leistung zeigen“, versichert Göttingens Chef-Trainer.

Das große Ziel – Platz zwei – ausgerechnet im letzten Turnier zu erreichen, das hält Zimmermann für machbar. „Natürlich würden wir gerne eine vierte Zwei in unserer Wertung sehen, das ist durchaus möglich. Vor allem wäre es langsam wichtig, wenn sich unsere gute Leistung nicht nur in der Bewertung sondern endlich auch in der Platzierung bemerkbar machen würde“. Etwa 60 Fans werden die beiden Göttinger Formationen heute unterstützen. (rwx)

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