Die Tänzer des Rot-Weiss-Klubs Kassel können Samstag Aufstieg perfekt machen

Ein Schritt in Liga eins

Am Wochenende im Einsatz: die Tanzpaare Christopher Buchloh-Rosenthal mit Sarah Schnitzerling (von links), Florian Jablonski mit Eva-Marie Krath und Eugen Khod mit Elisabeth Pawellek (verdeckt) vom Rot-Weiss-Klub Kassel. Foto: Fischer

Kassel. Der fünfte und letzte Turniertag der zweiten Bundesliga für die Standardformation des Rot-Weiss-Klubs Kassel steht an diesem Samstag in Göttingen an.

Die Nordhessen haben fünf Punkte und führen damit in der Tabelle vor Gießen (7) und Friedberg (12). Sie sollten so am Samstag ab 15.30 Uhr im Sportzentrum der Universität Göttingen am Sprangerweg 2 den dritten Aufstieg in die höchste deutsche Liga perfekt machen. Dazu würde auch Platz zwei reichen. Doch den streben die Kasseler nicht an, sie wollen erneut auf den ersten Rang tanzen.

Hier fünf Gründe, warum die Formation um Trainer und Tänzer Eugen Khod, die bereits zweimal in der ersten Liga war, den Aufstieg schaffen sollte.

DIE TABELLENSITUATION

Rot-Weiss holte bereits dreimal Rang eins, einmal Rang zwei. Der Dritte, Friedberg, hat bereits zwölf Zähler auf dem Konto. Sollten die Südhessen in Göttingen gewinnen, würde Kassel Rang sieben reichen. Doch so schlecht können die Rot-Weißen einfach gar nicht tanzen.

DER HEIMVORTEIL

Göttingen liegt nur ein paar Tangoschritte von Kassel entfernt, so werden viele heimische Fans dabei sein. Und die Göttinger könnten den Nordhessen die Daumen drücken, denn steigt Kassel auf, gibt es in der nächsten Saison wieder das Duell Göttingen – Kassel. Also Heimvorteil für Rot-Weiss.

DIE CHOREOGRAFIE

Die Rot-Weiss-Formation hat in der letzten Saison mit „Tanguera – Addicted to Tango“ choreografisches Neuland betreten. Mit einem Konzept einer völlig eigenen Choreografie nach der Musik von Hamid Baroudi.

Inzwischen ist „Tanguera“ ein bestens ausgefeiltes Angebot von Tango, Langsamer und Wiener Walzer, Slowfox und Quickstep, flüssig, harmonisch, mit rasanten Bildwechseln.

Die Kasseler gehen ein hohes Risiko ein und sie tanzen auf Angriff, dazu hat die Choreografie so etwas wie einen roten Faden, der sich durch den Auftritt zieht. All das ist bis jetzt stets von Wertungsrichtern positiv bewertet worden.

DIE BEGEISTERUNG

Die Formation der Rot-Weißen lebt von der Begeisterung jedes Einzelnen für die Sache an sich. Man rückt enger zusammen, wenn es kritisch wird und driftet nicht auseinander. Man betreibt gemeinsam Fehlersuche, analysiert gemeinsam und kritisiert konstruktiv. Alle arbeiten im Kollektiv am Ziel Aufstieg in die erste Bundesliga. Was zählt, ist der Erfolg.

DER TRAINER

Eugen Khod trainiert die Formation seit der Zweitligasaison 2004/2005. Stillstand gibt es bei ihm nicht, immer wieder hat er neue Ideen, bringt diese ein und nimmt aber genauso Ideen anderer mit auf. Khod ist Perfektionist und versucht auch die kleinsten Schwächen auszumerzen. Und er meistert die Doppelaufgabe als Trainer und Tänzer souverän. Foto: Fritschler

Von Peter Fritschler

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