Standard-Teams des Rot-Weiss-Klubs Kassel schreiben Geschichte

Standard-Team des Rot-Weiss-Klubs Kassel tanzt zum Sieg

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Gekonnt: Die Rot-Weissen Andreas Podlich, Julia Becker, Arno Ehle, Susanne Keydel, Burkhard Wagener, Anna Angelescu, Florian Jablonski und Eva-Maria Krath.

Kassel. Im Finale war es ein Duell zwischen „Tanguera - Addicted To Tango“ und der Musik von Freddie Mercury und Queen. Der Tango blieb erfolgreich: Das A-Team des Rot-Weiss-Klubs setzte sich durch.

Damit siegte es am dritten Turniertag der 2. Standard-Bundesliga vor Gießen und Friedberg.

Fünfmal zogen am Samstag in der Kasseler Großsporthalle am Auepark die Wertungsrichter die Note eins für das Team von Trainer und Tänzer Eugen Khod. Damit führen die Kasseler auch die Tabelle an und setzten einen wichtigen Meilenstein in Richtung Erstliga-Aufstieg.

Die Vorbereitung

Dass die Formation die zwei Wochen zwischen dem Sieg in Berlin und dem Turnier in Kassel intensiv trainiert hat, steht außer Frage. Aber dass sie zusammen mit dem B-Team und vielen Helfern auch die Großsporthalle am Auepark präpariert hat, kommt dazu. Teppichboden auslegen, 256 Quadratmeter (Leih)-Parkett für die Tanzfläche, Werbebanner aufhängen, Essen und Trinken für die Bewirtung einkaufen, und, und, und ... Der Turniertag

Zur Hallen-Öffnung um 14.30 Uhr herrscht Andrang. Als um 15.30 Uhr Präsidentin Helga Engelke den Tanztag mit dem Regionalliga-Turnier eröffnet, sind die Tribünen gut gefüllt. Und der Sieg der Kasseler B-Formation heizt die Stimmung für den Auftritt der A-Teams mächtig an. Um 18.45 Uhr geht es vor rund 1000 Zuschauern weiter. Kassel tanzt in der Vorrunde als Siebter um 19.41 Uhr. Um 20.27 Uhr folgt das Kleine Finale, um 20.52 Uhr das Große Finale. Um 21.30 Uhr steht die Halle kopf, Turnierleiter Michael Grabbe verkündet den Kasseler Sieg. Damit schreibt der Rot-Weiss-Klub Geschichte: Sieg von A- und B-Team mit jeweils fünfmal der Note eins, das gibt es nur äußerst selten. Später wird das im Foyer der Halle noch gefeiert. Trotzdem finden sich am Sonntag um 10 Uhr alle wieder ein, um den Turniertag mit dem Aufräumen der Halle abzuschließen. Annas schuh

Irgendwann in der Vorrunde lag der rechte Schuh von Anna Angelescu auf dem Parkett, sie tanzte barfuß weiter. Und dann im Finale gegen 21.06 Uhr wieder, nur dass sie ihn diesmal energisch von sich schleuderte. Was war passiert? „Ich bin in der Vorrunde an eine Kante im Parkett gekommen.“ Im Finale wieder? „Ja, und da verrutschte der Schuh, obwohl ich ihn mit Tesafilm festgeklebt hatte, da musste er dann weg.“

Die Choreografie

Schon in der Vorrunde zeichnete sich ab, dass das Rot-Weiss-Team ganz vorn liegen kann. „Wir haben keine schweren Fehler gemacht“, sagt Eugen Khod. „Und wir haben es geschafft, diese im Finale zu vermeiden.“ Obwohl mit zunehmender Zeit verständlicherweise Kondition und mentale Stärke nachlassen. Pluspunkte der Kasseler sind das hohe Risiko, das die Formation mit dem Konzept einer völlig eigenen Choreografie nach der Musik von Hamid Baroudi geht, der rote Faden, der sich durch den Auftritt zieht und die Tatsache, dass man auf Angriff tanzt.

So geht es weiter

Am 21. Februar wird in Friedberg getanzt und am 7. März in Göttingen. „Bis dahin wird hart weitergearbeitet“, sagt Mannschaftskapitänin Anna Angelescu. „Wir werden uns nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen.“

Von Peter Fritschler

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