Standardformation des Rot-Weiss-Klub Kassel wird in Göttingen Siebter und muss aus der 1. Liga absteigen

Trotz Schwung kein Umschwung

Vor vollem Haus: Die Standardformation des Rot-Weiss-Klub Kassel beim Turnier der ersten Bundesliga in der Göttinger Sparkassen-Arena, vorn Arno Ehle und Maria Gloszat. Foto: Jelinek

göttingen. Da nutzte auch die enorme Steigerung im kleinen Finale nichts. Die Standardformation des Rot-Weiss-Klub Kassel landete im dritten Turnier der ersten Bundesliga in der Göttinger Sparkassen-Arena nur auf Rang sieben und muss zum Saisonende erneut den Gang in die zweite Liga antreten. Die Ergebnisse der letzten beiden Turniere spielen da keine Rolle mehr. Sieger in Göttingen wurde Ludwigsburg, Gastgeber Göttingen nutzte seine Heimchance und sicherte sich Rang zwei vor Braunschweig.

VOR DEM TURNIER

Um 18 Uhr sollte es am Samstag in Göttingen losgehen. Sieben Stunden vorher musste man wegen des Ausfalls von Martina Lotsch umstellen. Drei Damen müssen mit einem anderen Partner tanzen. DIE VORRUNDE

Die Kasseler Formation kommt als Fünfte auf das Parkett der Sparkassen-Arena. Man merkt den Paaren die Anspannung an, konzentriert geht man die Aufgabe an. Doch der Aufritt ist nicht immer überzeugend. Kleine Nachlässigkeiten im Bildaufbau, nicht alle Linien sind klar. Nach der Vorrunde stehen Ludwigsburg, Braunschweig, Göttingen, Nürnberg und Oldenburg im großen Finale, Kassel, Gießen und Friedberg im kleinen.

DAS KLEINE FINALE

Friedberg beginnt, es wird schnell klar, dass die Südhessen über ihren bisherigen achten Platz nicht hinauskommen werden. Danach kommt die Kasseler Rot-Weiss-Formation. Und die zeigt vor 1800 Zuschauern , dass sie die letzte Chance nutzen will, wie umgewandelt gegenüber der Vorrunde präsentiert sie sich. Die von Tanz zu Tanz unterschiedlich schnelle und raumgreifende Fortbewegung, mal schwingend, mal drehend, spritzig oder fließend, wird gekonnt dargeboten. Zur Choreografie von „Tanguera“ ein hervorragendes Gesamtbild. Gießens Paare wirken bei ihrem Auftritt dagegen langsam und ohne Pep.

DIE WERTUNG

Die sieben Wertungsrichter lassen sich aber nicht beeindrucken. Wie nach „Schema F“ ziehen sie ihre Noten. Nur zweimal gibt es die „6“ für Kassel, fünfmal die Sieben. Dementsprechend fünfmal die Sechs und zweimal die Sieben für Gießen. Deutlicher kann die Problematik bei der Bewertung von Leistungen, die nicht in Zeiten, Höhen oder Weiten messbar sind, nicht sein. Burkhard Wagener, seit 2004 in der Formation, sprach von Wertungen, die sich in den Köpfen festgesetzt hätten.

DIE EHRUNG

Rot-Weiss-Trainer Eugen Khod wurde für sein 100. Turnier mit dem Tanzsportabzeichen in Gold geehrt. „Wir wollten uns im kleinen Finale stark präsentieren, das ist uns auch gelungen. Aber es hat nicht gereicht“, befand er. „Jetzt haben wir in den letzten beiden Turniere nichts mehr zu verlieren und können unbekümmert auftreten.“

Von Peter Fritschler

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