Standardformation des TSC Schwarz-Gold Göttingen startet am 25. Februar in Sotschi

Vorfreude auf die EM

Vorfreude auf den Wettkampf in Russland: Die A-Formation des TSC Schwarz-Gold Göttingen startet am 25. Februar bei der Europameisterschaft für Standardformationen in Sotschi. Archivfoto: Jelinek/nh

Göttingen. Die lange Erfolgsliste im Standardtanz der A-Formation des TSC Schwarz-Gold Göttingen wird im kommenden Monat um eine schillernde Facette erweitert. Denn am 25. Februar startet das südniedersächsische Vorzeigeteam zum ersten Mal bei einer Europameisterschaft. „Wir freuen uns alle riesig auf unseren ersten EM-Start“, sagt Göttingens Trainer Markus Zimmermann über das Turnier im russischen Sotschi.

Um die Teilnahme an der Meisterschaft in der Stadt der Olympischen Winterspiele von 2014 mussten die Göttinger lange kämpfen. Zunächst sportlich, denn bei den Deutschen Meisterschaften Anfang November in Bremen schafften sie gemeinsam mit Sieger Ludwigsburg als Zweiter die Qualifikation. Praktisch als Trostpflaster für die verpasste WM, für die sich nur der Meister Ludwigsburg und die Braunschweiger als Bundesliga-Champion von 2017 Tickets lösten.

Grünes Licht vom Verband

Doch der sportlichen EM-Quali folgte die schnelle Ernüchterung. Der Deutsche Tanzsportverband (DTV) hatte schon vor den Meisterschaften angekündigt, keine deutschen Starter für die EM abzustellen. Vor allem deshalb, weil sie den eigenen Ablauf der Bundesliga nicht unterbrechen, schwächen oder gefährden wollten. Sofort nach der Quali in Bremen habe der DTV die Entscheidung auf einen Verzicht den beiden Qualifikanten mitgeteilt.

Dass 2018 überhaupt eine EM stattfinden würde, war lange Zeit unklar. In den vergangenen beiden Jahren fielen die europäischen Titelkämpfe jeweils aus. „Das hängt mit den immensen Kosten zusammen. Für eine Weltmeisterschaft bekommt ein Veranstalter viel höhere Zuschüsse als für eine EM“, erklärt Zimmermann. Das sofortige deutsche Nein wollte der russische Verband aber nicht akzeptieren, intervenierte deshalb beim DTV. Und weil beide Verbände eigentlich einen guten Draht zueinander haben, gab es kurz vor Weihnachten doch noch grünes Licht vom DTV.

Göttingen vorab Sieger

Als größtes Problem erwies sich im Vorfeld die Terminüberschneidung zwischen EM und Bundesliga. Denn am 24. Februar steigt das vierte Bundesligaturnier in Nürnberg, einen Tag später beginnt die EM. Und weil ein Doppelstart von Ludwigsburg und Göttingen ausgeschlossen ist, musste eine befriedigende Lösung her.

Und die sieht jetzt so aus: Laut Statuten hätte ein Startverzicht von Ludwigsburg und Göttingen automatisch jeweils den letzten Rang plus Strafpunkte bedeutet. Jetzt werden aber beide Mannschaften vorab als gleichberechtigte Sieger auf Rang eins gesetzt. Gewinnt Braunschweig in Nürnberg (wovon auszugehen ist), dann gibt es in Nürnberg ein Sieger-Trio. Eine durchaus kuriose Lösung. Denn das Göttinger A-Team hat auf diesem Weg im zehnten Jahr seiner Bundesliga-Zugehörigkeit den ersten Bundesligasieg geholt. „Es war keine andere Lösung möglich und wir können damit leben“, sagt Zimmermann. Einziger Verlierer dürften die Zuschauer in Nürnberg sein. Denn die bekommen nun zwei Spitzenteams weniger zu sehen.

Von Ralf Walle

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