EM im russischen Sotschi am Sonntag 

Tänzer des TSC Schwarz-Gold Göttingen erstmals bei Europameisterschaft dabei

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In Sotschi dabei: Das A-Team des TSC Schwarz-Gold Göttingen, hier vor zwei Wochen beim Heimturnier in der Bundesliga der Formationen, fährt sehr selbstbewusst zur EM. 

Göttingen. Am Sonntag geht es los für den deutschen Vizemeister. Die Konkurrenz kommt aus Ungarn, Weißrussland, aber auch der deutsche Meister 1. TC Ludwigsburg ist am Start.

„Es ist schon eine gewisse Art von Abenteuer für uns“, sagt Markus Zimmermann, Cheftrainer der Standardformation des TSC Schwarz-Gold Göttingen mit Blick auf die Europameisterschaften am kommenden Sonntag im russischen Sotschi, wo vor vier Jahren die Olympischen Winterspiele stattgefunden haben. „Wir haben uns international noch keinen besonders großen Namen gemacht“, weiß Zimmermann, bei dem aber die Spannung mehr und mehr steigt.

Mit dem Flieger geht’s für den 50-Personen-Tross aus Göttingen, darunter 20 Fans, am Freitagmittag von Hannover aus über Moskau an den Veranstaltungsort. Neun Formationen, unter anderem aus Tschechien, Russland, Weißrussland und Ungarn, nehmen an dieser EM teil, an der die Göttinger erstmals als amtierender deutscher Vizemeister dabei sind. Auch der deutsche Meister 1. TC Ludwigsburg ist am Start.

„Unser Anspruch ist, einen Medaillenrang zu erreichen“, sagt Zimmermann sehr selbstbewusst und verweist auf den hervorragenden fünften Platz, den seine Formation bei der Weltmeisterschaft 2016 im ungarischen Pécs erzielt hat. „Diesen fünften Platz wollen wir nun bei der EM verbessern“, sagt der TSC-Coach. Gleichwohl dürfte die Formation des Veranstalters Vera Tyumen aufgrund ihres Heimvorteils zu den großen Favoriten gehören.

Medaillenrang wird angepeilt

Am kommenden Wochenende wird allerdings auch das vierte Bundesligaturnier in Nürnberg ausgetragen. Da aber Ludwigsburg und Göttingen in Sotschi an den Start gehen, hat der Verband diese beiden Formationen auf Rang eins gesetzt. Gewinnen wird dieses vorletzte Turnier in der Bundesliga der Formationen wohl der Braunschweiger TSC, sodass es dann drei erste Plätze gibt.

Bei der Europameisterschaft In Sotschi wird anders gewertet als in der Bundesliga. Bestimmen die Wertungsrichter die einzelnen Formationen in der Bundesliga die Reihenfolge der Plätze, so gibt es bei der EM vier unterschiedliche Kategorien, die von je drei Wertungsrichtern beurteilt werden, und zwar mit Noten, die höchste dabei ist die Zehn. Die Wertung der je drei Richter – insgesamt sind es zwölf aus zwölf verschiedenen Nationen – wird zusammengezählt und durch drei geteilt. Danach werden die Noten aus allen vier Kategorien zusammengezählt. Wer da die höchste Punktzahl erzielt, ist Europameister. Die Idealpunktzahl, die eine Formation erreichen kann, wäre also 40. Sechs Formationen erreichen das Finale, das am Sonntagabend ausgetragen wird.

Die Göttinger Formation besteht ausschließlich aus Amateuren. „Wir bekommen zwar Zuschüsse vom Verband, doch die finanzielle Hauptlast trägt bei uns nun mal jeder einzelne“, sagt Zimmermann, der einmal mehr alles organisiert hat und „Mädchen für alles“ ist. 

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