Tanzen

WM-Bronze! Freudentränen beim Göttinger Tanzsportteam

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Sensationeller Erfolg: Das Tanzsportteam Göttingen, hier beim Bundesliga-Heimturn ier in der S-Arena, kehrte von der Weltmeisterschaft der Standardformationen mit der Bronzemedaille aus Moskau zurück. 

Göttingen – Sie lagen sich in den Armen, sie ließen ihren Freudentränen freien Lauf. Mittendrin ihr stolzer Cheftrainer Markus Zimmermann, der einen Tag später aber schon die Fassung wiedergefunden hatte und ganz sachlich das fast Unglaubliche analysierte.

Das Tanzsportteam Göttingen, eine Kooperation des TSC Schwarz-Gold im ASC 46 mit der Tanzschule Krebs, hat bei den am vergangenen Samstag stattgefundenen Weltmeisterschaften im Formationstanz den sensationellen dritten Platz belegt und wurde mit der Bronzemedaille dekoriert. Nach dem Gesamtsieg der fünf Bundesliga-Turniere 2018/19 und dem dritten Platz bei der deutschen Meisterschaft ist dieser dritte Platz der bisher größte Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Wir sind sehr stolz darauf, dass wir uns jetzt auch international einen Namen gemacht haben

Trainer Markus Zimmermann

 Bereits 2016 hatte die Göttinger Formation bei der WM im ungarischen Pécs mit dem fünften Platz auf sich aufmerksam machen können. Und nun die Steigerung in Moskau, wo man nur dem russischen Titelverteidiger Vera Tyumen (36,96 Punkte) und Duet Perm (36,45), ebenfalls aus Russland, den Vortritt lassen musste. Die Göttinger (34,79) entschieden das deutsche Duell gegen den Braunschweiger TSC (34,71) allerdings nur hauchdünn für sich.

Mit sehr viel Selbstbewusstsein war der Göttinger Tross nach Moskau geflogen mit dem Ziel, dort auch die Medaillenränge angreifen zu können. „Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klafft ja manchmal eine Lücke. Dass wir unserem Wunsch aber entsprechen konnten, ist schon eine tolle Sache. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir uns jetzt auch international einen Namen gemacht haben“, meinte Zimmermann. Alle zwölf Formationen wurden von den 4000 begeisterten Zuschauern bejubelt. „Die beiden russischen Formationen hatten sicherlich einen Heimvorteil. Die Wertung geht aber in Ordnung“, sagte Zimmermann.

Zuhause mitgefiebert hat Jens Wortmann, der bis zum März diesen Jahres neun Jahre lang Vorsitzender des TSC Schwarz-Gold Göttingen gewesen ist. „Der dritte Platz ist eine tolle Bestätigung der vielen Arbeit und des hohen Trainingsaufwandes der Tanzpaare. Aber es ist auch Bestätigung für das Nachwuchsmodell hier in Göttingen. Denn die meisten Tänzerinnen und Tänzer in dieser Formation sind aus Göttingen oder wohnen hier“, so Wortmann, der jetzt Formationsbeauftragter des Vorstandes in diesem Verein ist.

Mit ihrer Choreografie „Postmodern Jukebox“ will sich das Tanzsporteam am 9. November in Hamburg möglichst den deutschen Meistertitel holen, um sich für die nächste WM am 5. Dezember 2020 in Braunschweig erneut zu qualifizieren.  wg/gsd

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