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Ninja Warrior: Marlon Fraatz aus Rotensee stand bei TV-Show im Halbfinale

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Trainieren für die Ninja-Warrior-Show im nächsten Jahr: Marlon Fraatz auf seiner Übungsstation zu Hause im Haunecker Ortsteil Rotensee.
Trainieren für die Ninja-Warrior-Show im nächsten Jahr: Marlon Fraatz auf seiner Übungsstation zu Hause im Haunecker Ortsteil Rotensee. © Hartmut Wenzel

Marlon Fraatz (16) aus dem Haunecker Ortsteil Rotensee schaffte es vor Kurzem bei der RTL-Ninja Warrior-Show bis ins Halbfinale – ein sensationell anmutender Erfolg.

Rotensee – „Das ist die Himmelsleiter“, stellt der 16-Jährige zwei in die Luft ragende Stahlstreben vor. Er hängt eine Metallstange, so dick wie ein Besenstiel, zwischen zwei Anker, holt Schwung. Und dann fliegt er diese Himmelsleiter hinauf. Stück für Stück, Stufe für Stufe. Tarzan, der Held des Dschungels, hätte seine helle Freude an Marlon gehabt.

Die „Himmelsleiter“ ist Teil eines Hindernisparcours aus der RTL-Show „Ninja Warrior“, die Marlon Fraatz zusammen mit seinem Vater Norman zu Hause im Garten gebaut hat.

Für diese Show hatte sich der sportlich begabte Schüler der Modellschule Obersberg mit einem Video beworben, weil er neben Fußball, Handball und Karate vor zwei Jahren mit dem Ninja-Sport begonnen hatte.

Damals spürte er, dass es für ihn leicht war, Hindernisse wie die Mega-Wand, die drehenden Bretter oder den Tunnelsprung zu überwinden. Weil die Altersgrenze in dieser herausfordernden Sportart auf 16 Jahre heruntergesetzt wurde, durfte er mit 300 Teilnehmern an der zweiten Vorrundenshow teilnehmen. Auf die Tour nach Köln begleiteten ihn neben seiner Mutter Anne, seinem Vater Norman seine beiden jüngeren Schwestern Marie (9) und Maileen (3).

In seiner Starterreihe waren unter anderem auch die Finalisten Moritz Hans und Sladjan Djulabic. Natürlich war Marlon vor seinem ersten Auftritt nervös, fast ängstlich. Doch je näher der Start kam, desto mehr schwand seine Aufregung. „Als das Startsignal erklang, war ich wie in einem Tunnel“, sagt er. Als Erster von 55 Teilnehmern schlug er am „Buzzer“, der Zielglocke an. „Ich war sehr zufrieden, dass ich das geschafft habe. Ich war ehrlich gesagt sehr glücklich. Der Aufwand, das ganze Training hat sich gelohnt.“

Für das Halbfinale drückte ihm das ganze Dorf die Daumen, besonders aber seine Freunde wie Michael Honstein, der ab und zu mit ihm trainiert. Jedoch war in dieser Runde Schluss. Bei einem Fehler an den schwingenden Klingen stürzte er ins Wasserbecken. „Beim Ninja-Sport werden schon die kleinsten Unachtsamkeiten bestraft“, erläutert er. Obwohl er sich im ersten Moment ärgerte, war es doch ein beeindruckendes Erlebnis für ihn. Schließlich durfte er auch alle Größen wie den Zirkusartisten René Caselly, Moritz Hans oder den späteren Gewinner Max Görner hautnah erleben und nach der Show natürlich mit ihnen auch Fotos machen. Und natürlich bekam er auch ein T-Shirt.

Nach dem ersten Erfolg ist sein Ehrgeiz geweckt. Im kommenden Jahr will er sich wieder bewerben. Während seine beiden jüngeren Schwestern sich noch mit Legos beschäftigen, trainiert er in jeder freien Minute. Er will nichts dem Zufall überlassen, wenn der nächste Startschuss für ihn fällt.
(Hartmut Wenzel)

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