1. Startseite
  2. Sport
  3. Regionalsport
  4. Tennis

Besser als so mancher Blockbuster: Auffälligkeiten vom Grand Slam in Wimbledon

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Nick Kyrgios.
Sauer: Nick Kyrgios. ©  Glyn Kirk/afp

Das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon geht in die zweite Woche. An den zurückliegenden beiden Tagen ereigneten sich allerdings Geschichten, die gut zur entscheidenden Phase des Tennis-Klassikers gepasst hätten.

Auffälligkeiten aus London.

Filmreifes Serienende

Serena Williams gehörte nach ihrer langen Pause sicher nicht zu den Favoritinnen in der Damen-Konkurrenz. Doch das Aus der US-Amerikanerin in Runde eins war dennoch eine Überraschung. Mit Anett Kontaveit sowie Maria Sakkari verabschiedeten sich zwei Spielerinnen aus der Top fünf früh, jeweils gegen eine deutsche Gegnerin. Die Nummern sechs bis zehn der Weltrangliste? Nicht mehr dabei. Favoritinnensterben. Mit einem Höhepunkt am Samstag.

Denn mit der Polin Iga Swiatek verabschiedete sich nicht nur die Nummer eins. Nein, die 21-Jährige hatte vor dem 4:6, 2:6 gegen die Französin Alize Cornet 37 Matches in Folge nicht verloren, die French Open gewonnen. Kurzum: Swiatek wirkte unschlagbar. Doch nach ihrem Erfolg in Paris verzichtete sie auf Turniere auf Rasen. Und nun endete ihre filmreife Serie in Runde drei.

Filmreifes Drama

Dass der Australier Nick Kyrgios eine Skandalnudel ist, das ist hinlänglich bekannt. In seinem Drittrunden-Match gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas fügte er seiner Sammlung an filmreifen Tennis-Dramen einen weiteren Teil hinzu – und eigentlich wusste der Zuschauer gar nicht so wirklich, wer da der Böse und wer der Gute war. Doch sie waren für Kyrgios.

Er provozierte Tsitsipas am laufenden Band. Und den ließ das nicht kalt, teils war er den Tränen nah. Nachdem der Grieche den zweiten Satz abgegeben hatte, schlug er einen Ball Richtung Zuschauerränge. Das hätte eigentlich eine Disqualifikation zur Folge haben müssen, doch Schiedsrichter Damien Dumusois verschonte ihn. Das brachte Kyrgios auf die Palme, der zu Dumusois sagte: „Bist du dumm? Du bist eine Schande.“ Er forderte einen neuen Unparteiischen.

Tsitsipas hingegen feuerte mehrfach in Richtung Körper von Kyrgios – auch als dieser einen Aufschlag von unten ausführte. Am Ende war der Australier nicht nur Sieger der Fans, sondern auch der sportliche. Er gewann 6:7, 6:4, 6:3, 7:6. Ein Match, das besser war als so mancher Blockbuster. (Maximilian Bülau)

Auch interessant

Kommentare