Tennis-Herren 30 der ST Lohfelden nehmen große sportliche Herausforderung an

Bundesliga? Her damit!

Können es kaum erwarten: Die Herren 30 der ST Lohfelden mit (von links) Kapitän Nico Henkel, Mirco Wenderoth, Christoph Bühren, Marco Schäffer und Timo Goebel (es fehlen Martin Kares und Rok Jarc) fiebern schon jetzt dem Bundesligastart entgegen. Foto: Fischer

LOhfelden. Als die Tennisherren 30 der ST Lohfelden die Anfrage erreichte, ob sie als Nachrücker in der Bundesliga antreten wollten, fackelten sie nicht lange. „Wir waren sofort alle Feuer und Flamme“, berichtet Kapitän Nico Henkel. Weil auch die Verantwortlichen rasch grünes Licht gaben, startet die Mannschaft als erste überhaupt aus der Region am 17. Mai zu Hause gegen den TB Erlangen in die große Herausforderung Bundesliga. Wer tritt an, und worauf müssen sich die Lohfeldener einstellen?

Die Mannschaft

Kapitän Nico Henkel führt die ST wie bisher. Weiter zum Team gehören auch Timo Goebel, Christoph Büren, Mirco Wenderoth und Marco Schäffer. Ob Adrian Zguns am Ball bleibt, ist noch nicht sicher. Als Neuzugänge kamen Martin Kares, der als Jugendlicher bereits für Lohfelden spielte, und der Slowene Rok Jarc. Holger Schmidt aus der ST-Reserve steht als Ersatz bereit.

Die Spielgemeinschaft

„Es war schnell klar, dass durch die Zusage kein unabsehbares finanzielles Risiko eintritt. Die Existenz der aus dem FSC Lohfelden und der FSK Vollmarshausen entstandene Spielgemeinschaft hätten wir nicht aufs Spiel gesetzt“, erläutert der Vorsitzende Jürgen Kitzinger. Auch der Förderverein mit Andreas Sebera sowie die Gemeinde signalisierten Unterstützung. „Außerdem ist die Bundesliga nicht nur sportlich etwas ganz Besonderes, sondern auch eine große Chance für den Verein“, berichtet Kitzinger weiter. Schon auf dem Neujahrsempfang sei große Euphorie spürbar gewesen. „Diese wollen wir nutzen, um die Jugendarbeit voranzutreiben und Tennis in Lohfelden interessanter zu machen“, denkt der Vorsitzende langfristig.

Der Aufwand

Der Aufwand für die Fahrten wird kaum größer. „Vorher sind wir meist in den Südwesten gefahren, jetzt müssen wir hauptsächlich nach Bayern“, sagt Nico Henkel, „aber man sollte jetzt natürlich ein bisschen mehr trainieren.“ Kann draußen gespielt werden, absolvieren die Lohfeldener drei bis vier Trainingseinheiten pro Woche sowie im April ein Trainingslager in der Türkei. Derzeit begnügen sie sich mit einer Einheit pro Woche in der Halle, arbeiten daneben aber etwas mehr als sonst an der Fitness.

Die Perspektive

Die Bundesliga ist für alle Lohfeldener Neuland. Sie begegnen dem mit Respekt, aber nicht mit Ehrfurcht. „Wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben, haben wir gute Chancen, drinzubleiben“, glaubt Kitzinger. Auch Henkel gibt sich selbstbewusst: „Wir sind in der letzten Saison ganz knapp gescheitert und wären auch so fast aufgestiegen. Zwei Mannschaften sollten wir hinter uns lassen können.“ Allerdings, fügt der Kapitän nicht ganz im Ernst hinzu: „Wir sind ein wenig vom Erfolg verwöhnt und müssen uns nun umstellen.“

Von Wolfgang Bauscher

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