Tennis: ST Lohfelden schlägt Bietigheim und ist wieder Meister der Bundesliga Süd

9:0 bei Henkels Rückkehr

Konzentriert: Martin Kares lieferte sich mit dem Bietigheimer Philipp Roloff ein enges Match. Foto: wm

lohfelden. Jubel bei der ST Lohfelden: Die Tennis-Herren 30 schließen die Saison in der Bundesliga Süd erneut als Tabellenerster ab und stehen damit wieder in der Finalrunde um die Deutsche Meisterschaft am 2. und 3. September. Neben den Nordhessen wird aus dem Süden der TC Großhesselohe als Tabellenzweiter dabei sein. In der Nordgruppe, die diesmal die Endrunde ausrichtet, dürfte Ratingen mit dem Nordhessen Marc Leimbach als Meister feststehen. Den Vize machen am kommenden Wochenende Espelkamp-Mittwald und Mülheim unter sich aus.

Am letzten Spieltag setzte sich Lohfelden gegen den Auf- und auch wieder Absteiger TA TSV Bietigheim mit 9:0 durch. Die Schwaben hatten auf ihre ausländischen Spitzenspieler verzichtet, nicht weil der Klassenerhalt eh nicht mehr zu schaffen war, sondern weil sie sich in Lohfelden nicht viel ausrechneten. „Wir schätzen Lohfelden so stark ein, dass hier auch mit unseren Assen nichts zu holen ist“, sagte Kapitän Alexander Glock.

So gab es letztlich Siege in allen Einzeln und Doppeln. Drei Höhepunkte lohnen allerdings besonderer Erwähnung. Da war das Match des Martin Kares gegen den unorthodox aufspielenden Philipp Roloff. Ballwechsel kamen kaum zustande, Kares war am Verzweifeln, wurde zwischendurch zornig, wurde verwarnt und fand dann in sein Spiel zurück. Im Matchtiebreak, die ersten beiden Sätze waren 5:7 und 7:5 ausgegangen, lag er schon 6:9 zurück, kämpfte aber um jeden Ball und gewann schließlich 13:11.

Starkes Doppel

Dann war da das Doppel Christopher Amend und Mirco Wenderoth. Die spielten zum vierten Mal in dieser Saison zusammen und gewannen auch zum vierten Mal. Eine tolle Bilanz.

Und schließlich war da die Rückkehr von Nico Henkel. Der Kapitän hatte am 5. Juli 2015 sein letztes Bundesligaspiel gemacht. Dann stoppte ihn seine schwere Knieverletzung. Als das Spiel gegen Bietigheim nach den Einzeln entschieden war, kam Henkel im Doppel zu seinem Comeback. Und was für eines. An der Seite von Rok Jarc wurde zwar der erste Satz verloren (4:6), doch dann kam das Duo erst richtig in Fahrt. 6:1 hieß es im zweiten Satz, 10:4 im Matchtiebreak. Und Henkel ließ dabei mehr als einmal seine brillante Technik aufblitzen. „Das fühlt sich wirklich gut an“, sagte er nach dem Match. „Das hat richtig Spaß gemacht.“

Der Kapitän wurde dabei umringt von der Mannschaft. Martin Kares hatte für alle ein Bier auf dem Tablett, und schon ging die Feier los. Mit den Fans, mit dem Vorstand, mit den 50 Hektolitern Bier, die die Mannschaft spendiert hatte. Und den weiteren Bierchen, die es noch auf Kosten des Vereins gab.

Von Peter Fritschler

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