Hessischer Verband HTV klärt wichtige Fragen

Beginnt Tennis-Medenrunde in Hessen Mitte Juni?

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Vorstandsmitglied im Tennisbezirk Nordhessen: Klaus-Dieter Stondzik. 

In einigen Bundesländern sind die Tennisplätze bereits geöffnet. In Hessen müssen sich die Tennisspieler noch ein paar Tage gedulden. Voraussichtlich in der kommenden Woche können die Mitglieder der Vereine wieder erstmals in diesem Jahr wieder ein paar Bälle auf ihren Freiluft-Anlagen schlagen.

Damit es gegebenenfalls schnell losgehen kann, hat der hessische Verband (HTV) schon ein paar wichtige Fragen in einer offiziellen Mitteilung geklärt.

Dabei geht es zunächst einmal darum, wie der Trainingsbetrieb aussehen kann. Jeder Klub benötigt dann einen Corona-Beauftragten, der die Einhaltung der Richtlinien überwacht. Es müssen Desinfektionsmittel bereitstehen. Es werden nur Einzel erlaubt sein, wobei die Spieler immer darauf achten müssen, den Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten – in den Pausen genauso wie beim Betreten und Verlassen des Platzes. Händeschütteln – nicht gestattet. Die Klubhäuser bleiben geschlossen. „Die Vereine müssen Aushänge erstellen, auf denen genau erklärt wird, wie man sich verhalten muss“, sagt Klaus-Dieter Stondzik aus dem Vorstand des Tennisbezirks Nordhessen.

Vorstandsmitglied im Tennisbezirk Nordhessen: Klaus-Dieter Stondzik. 

In Berlin, Brandenburg und Rheinland-Pfalz darf bereits seit vergangener Woche wieder Tennis gespielt werden. „Dort war das Interesse unglaublich groß“, so Stondzik, „ich habe mir von befreundeten Spielern sagen lassen, dass die Plätze von morgens bis abends belegt sind.“

Sollte das Land Hessen nun auch in Kürze Grünes Licht geben, dann bekämen auch Tennistrainer die Gelegenheit, Übungsstunden anzubieten – allerdings immer nur mit einem Spieler. Normalerweise wäre der Medenspielbetrieb in der kommenden Woche gestartet worden. Da der Deutsche Tennis-Bund (DTB) aber bis zum 7. Juni Wettkämpfe jeder Art untersagt hat, sieht der aktuelle Notfall-Plan des HTV Ligenspiele erst ab Mitte Juni vor. Ausweichspieltage liegen danach im September.

Eine Absage kam nicht in Betracht. „Die überwiegende Mehrheit der Spieler in Hessen möchte gern Medenrunde spielen“, heißt es in der HTV-Mitteilung. Nach einer Umfrage des Landesverbandes haben sich 2770 Teamverantwortliche in Hessen für eine Medenrunde ohne Absteiger ausgesprochen – das entspricht 63 Prozent der Teilnehmer.

Nun erhalten die Vereine noch bis zum 15. Mai die Gelegenheit, gegebenenfalls Teams ohne die sonst üblichen Strafgebühren zurückzuziehen. Bis zu diesem Termin dürfen allerdings auch noch Spieler problemlos nachgemeldet werden. Einige Fragen zum Ligenbetrieb sind aber noch nicht geklärt: Was ist mit der Austragung von Doppeln? Wie sieht es mit der Anreise der Mannschaften zu Auswärtsspielen aus?

Als Bezirksjugendwart muss sich Stondzik auch mit einem möglichen Wettkampfbetrieb der Altersklassen U8 und U9 auf Kleinfeld beschäftigen. Mehrere Kinder wären auf engstem Raum zusammen. „Die Entscheidung ist Sache des Bezirks, einen Entschluss habe ich aber noch nicht getroffen“, sagt Stondzik.

Weitere wichtige Informationen zur Situationen sowie die Mitteilung des Hessischen Tennis-Verbandes finden Sie im Internet unter www.htv-tennis.de

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