ST-Tennisteam spielt in der Bundesliga Herren 30 um den Titel mit – nun kommt Großhesselohe

Lohfelden macht den nächsten Schritt

Ein wichtiger Faktor im Team der ST Lohfelden: Der aus Körle stammende Martin Boulnois. Archivfoto: wm

LOHFELDEN. Die ST Lohfelden schickt sich an in der Tennis-Bundesliga Gruppe Süd der Herren 30 bei der Vergabe der ersten beiden Plätze für die Finalrunde ein Wörtchen mitzureden. Drei Spiele hat das Team absolviert, drei Siege eingefahren und steht damit ungeschlagen an der Tabellenspitze.

Der Erfolg der Nordhessen kommt nicht von ungefähr. Zum einen sorgen der Verein an sich, ein Förderverein und Einzelsponsoren für einen guten finanziellen Hintergrund, auch für die Verpflichtung von Spitzenspielern. Zum anderen ist es die familiäre Atmosphäre, die die starken Spieler der Region bindet. So kann die ST auch in diesem Jahr auf den Letten Adrians Zguns und den Slowenen Rok Jarc zurückgreifen. Neu dazu kam der Österreicher Martin Slanar, übrigens auf Vermittlung seines Landsmannes Marko Neunteibl, der seit zehn Jahren in Kassel lebt. Beide kennen sich von gemeinsamen Turnieren. Mit Christopher Amend und Martin Boulnois stießen außerdem zwei außerordentlich starke heimische Spieler neu zum bestehenden Team.

Das alles trägt zur aktuellen positiven Situation bei. Doch in Lohfelden lebt man nicht nur für den Augenblick. „Wir wollen uns in dieser Liga etablieren“, sagt der Vorsitzende Dr. Jürgen Kitzinger. Als man im vorigen Jahr als Nachrücker in die Bundesliga kam, wurde im Verein entschieden, diese Möglichkeit langfristig und nachhaltig zu nutzen. „Solch eine Chance bekommt man nicht oft geboten“, sagt Kitzinger. „Die muss man nutzen, und das nicht nur für eine Saison.

Sportwart Meik Röhrig fügt hinzu: „In der Bundesliga zu spielen, das ist eine sportliche Aufwertung für den Verein und die ganze Region.“ Wie positiv sich die Bundesliga auf den Verein auswirkt, merke man am Zulauf im Bereich des Nachwuchses. „Wir stoßen da schon fast an unsere Kapazitätsgrenzen“, sagt Röhrig.

Mannschaftskapitän Nico Henkel sieht einen ersten wichtigen Schritt zum Erreichen des langfristigen Zieles in der Tatsache, dass mit Boulnois und Amend sowie zuvor mit Martin Kares jüngere Spieler in die Mannschaft geholt wurden, „und vor allem auch noch aus der Region“.

Jetzt kommt am Sonntag (Spielbeginn 11 Uhr) mit dem TC Großhesselohe ein direkter Konkurrent im Kampf um die vorderen Ränge zum Gastspiel an den Lohfeldener Quellenweg. Der Aufsteiger aus dem Isartal tritt schon seit mehreren Jahren mit dem gleichen Aufgebot an, die Mannschaft ist, wie die bei der STL auch, eine verschworene Gemeinschaft. Spitzenspieler ist der Italiener Giovanni Lapentti, dahinter kommt der Österreicher Thomas Schliessling. Neu im Team ist der frühere Spieler von Wanne-Eickel, Marc Senkbeil, der auch als Trainer in Großhesselohe tätig ist. Die restlichen ST-Spiele, Beginn jeweils 11 Uhr: 26. Juni: Lohfelden – Großhesselohe; 3. Juli: Villingen – Lohfelden; 10. Juli: Lohfelden – Frankfurt. www.st-lohfelden.de

Von Peter Fritschler

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