Der Rasen-Klassiker beginnt am Montag

Wimbledon geht los: Mit einem Küsschen Richtung London

Angelique Kerber.
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Kuss für den Pokal: Angelique Kerber gewann erstmals seit 2018 wieder ein Turnier.

2020 fiel der Tennis-Grand-Slam in Wimbledon erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg aus. Grund war die Corona-Pandemie.

2021 findet der dritte Höhepunkt des Tennisjahres aber wieder statt – zum insgesamt 134. Mal, wie immer im Londoner Stadtteil Wimbledon. Der Rasen-Klassiker ist wie in den vergangenen Jahren nur beim Bezahlsender Sky zu sehen. Heute geht es los. Wir blicken auf die deutschen Spitzenspieler, die mit ganz unterschiedlichen Gefühlen anreisen.

Angelique Kerber

Wenn es zuletzt Neuigkeiten von Angelique Kerber gab, waren es selten positive, erfolgreiche. Zumeist ging es darum, dass die 33-Jährige irgendwo gescheitert war. Aus in Runde eins, zwei oder drei. Doch pünktlich zum Höhepunkt Wimbledon hat sich der Knoten bei der Kielerin gelöst. In Bad Homburg siegte Kerber am Samstag im Finale gegen Katerine Siniakova (Tschechien) 6:3, 6:2 – und gewann erstmals seit drei Jahren wieder ein Turnier. Und das bei ihrem Heimspiel, die Premiere in Bad Homburg hatte sie mitorganisiert.

Der letzte Erfolg liegt lange zurück, drei Jahre eben. 2018 war es aber genau auf dem heiligen Rasen von Wimbledon, dem Turnier, das nun ansteht, als Kerber den letzten ihrer bislang drei Grand-Slam-Siege einfuhr. Irgendwie eine passende Geschichte. Und dennoch: Als Mitfavoritin sieht sich die 33-Jährige nicht. Zu zäh, zu wankelmütig war die Zwischenzeit. Doch Kerber wirkt gelöst, entspannt. Mittlerweile steht sie nur noch auf Rang 28 der Weltrangliste, doch die Konkurrenz dürfte gewarnt sein. Denn in Bestform – wie zuletzt vor drei Jahren – ist sie für jede Gegnerin gefährlich.

Neben der 33-Jährigen gehen nur noch drei weitere deutsche Damen in London an den Start. Mit dabei sind Andrea Petkovic, Laura Siegemund und Mona Barthel.

Alexander Zverev

Bei den Herren ist die deutsche Auswahl etwas größer. Jan-Lennard Struff, Dominik Koepfer und Philipp Kohlschreiber sind dabei, dazu Yannick Hanfmann und die Qualifikanten Daniel Masur und Oskar Otte, die allesamt erstmals das Hauptfeld erreichten. Und noch einer natürlich: Alexander Zverev.

Der 24-Jährige schaffte es bei den French Open zuletzt bis ins Halbfinale, scheiterte dort an Stefanos Tsitsipas. Doch wie bei allen anderen jungen Hoffnungsträgern fehlen auch bei Zverev bislang die Erfolge auf Rasen. Sein bestes Ergebnis in Wimbledon ist das Achtelfinale. Der Maßstab in London wird ohnehin Novak Djokovic sein. In Abwesenheit von Rafael Nadal und beim Blick auf einen Roger Federer, der bald 40 wird und nach zwei Knieoperationen noch lange nicht in Bestform ist, ist der Serbe der einzige Favorit. Zverev könnte auf ihn erst im Finale treffen – und endlich den letzten Schritt gehen. (Maximilian Bülau)

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