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Neue Gesichter auf der Bühne: Vier Spieler stehen in Australien erstmals in einem Grand-Slam-Viertelfinale

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Von: Maximilian Bülau

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Jiri Lehecka.
Für sie alle ist der Einzug ins Viertelfinale der größte Erfolg der Karriere: (von links) Sebastian Korda, Jiri Lehecka, Ben Shelton und Tommy Paul. © Anthony Wallace/afp

Schon jetzt ist klar: Die Australian Open in diesem Jahr sind keine der Favoriten. Auch wenn der Serbe Novak Djokovic gestern locker in drei Sätzen ins Viertelfinale einzog, hat es einige Tennis-Superstars bereits erwischt, sie sind nicht mehr dabei.

Das heißt im Umkehrschluss: Es gibt einige Überraschungen in der Runde der letzten Acht. Wir blicken auf vier Spieler, bei denen wohl kaum einer erwartet hat, dass sie noch dabei sind.

Sebastian Korda

Sebastian Korda führt gerade eine Familientradition fort. Der 22-Jährige steht erstmals im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Korda warf unter anderen Vorjahresfinalist Daniil Medwedew aus dem Wettbewerb. Erfolge in Down Under haben für die Kordas dabei Tradition. Vater Petr Korda, Tscheche, gewann 1998 sensationell in Melbourne, heute ist er Trainer seines Sohnes. Aber nicht nur im Tennis war die Familie bei den Australian Open erfolgreich. Kordas Schwestern Nelly und Jessica siegten ebenfalls – jeweils im Golf. Sebastian Korda selbst holte 2018 den Titel in Melbourne bei den Junioren.

Heute am frühen Morgen ist der Russe Karen Khachanov sein nächster Prüfstein. Kordas Vater Petr ist zwar Tscheche, seine Kinder kamen aber in den USA auf die Welt und besitzen allesamt die US-amerikanische Staatsbürgerschaft.

Jiri Lehecka

Korda ist bereits die Nummer 31 der Welt. Der Tscheche Jiri Lehecka, der in seinem Viertelfinale heute Morgen auf den Griechen Stefanos Tsitsipas trifft, steht noch deutlich weiter hinten: auf Rang 71. Lehecka nahm zuletzt mit dem Kanadier Félix Auger-Aliassime einen Top-Ten-Spieler aus dem Turnier (Nummer sieben). Mit Tsitsipas wartet nun die Nummer vier auf den 21-Jährigen, der bislang immer in der ersten Runde eines Grand Slams gescheitert war.

Shelton und Paul

Neben Korda stehen noch zwei weitere US-Amerikaner im Viertelfinale in Australien, die nun direkt aufeinandertreffen. Für den 20 Jahre alten Ben Shelton ist es erst der zweite Grand Slam überhaupt. Sheltons Vater Bryan spielte früher ebenfalls Tennis. Sein größter Einzelerfolg war der Einzug ins Wimbledon-Achtelfinale 1994. Shelton ist der jüngste amerikanische Tennisspieler, der es in die Top 250 der Weltrangliste schaffte. Bei seinem Grand-Slam-Debüt bei den US Open scheiterte er in der ersten Runde, nun steht er beim zweiten Versuch gleich im Viertelfinale.

Shelton ist von den noch verbliebenen Spielern der, der in der Weltrangliste am weitesten hinten liegt (89.). Gegner Tommy Paul, 25 Jahre alt, der in der ersten Runde Jan-Lennard Struff aus dem Turnier nahm, ist 35. Auch Paul stand wie die anderen drei noch nie im Viertelfinale eines Grand Slams. (Maximilian Bülau und Luis Garcia)

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