Nordhessisches Tennistalent bei Europameisterschaften

Pauline Bruns schlägt im U14-Nationalteam auf

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Tennis-Nachwuchs: Pauline Bruns möchte bei ihren ersten Europameisterschaften auftrumpfen.

Pauline Greta Bruns freut sich. Die junge Tennisspielerin aus Gilserberg fliegt heute in die Ukraine, in die Hauptstadt Kiew. Dort nimmt Pauline von Freitag bis Sonntag an der Vorrunde der Europameisterschaft für U14-Mannschaften teil und hat große Ambitionen. 

„Ich möchte natürlich alles gewinnen.“ Dass sie an der EM teilnehmen darf, hat sie ihren guten sportlichen Leistungen im vergangenen Jahr zu verdanken. Die 13-Jährige ist eine von drei Juniorinnen, die Deutschland in der Ukraine vertreten.

Für Pauline, die beim TC 31 in Kassel aufschlägt, ist es eine Ehre, in der Nationalmannschaft spielen zu dürfen. „Es ist das erste Mal. Ich glaube, ich rede in den letzten zwei Wochen von nichts anderem“, sagt sie. Hat sie wegen der Einladung zu dem Turnier ihr Trainingspensum geändert? „Nein, es ist gleich geblieben. Der Schwerpunkt wurde etwas verlegt. Ich habe an meinem Aufschlag und dem Return gefeilt.“ Ihr aggressiver Spielstil ist das, was sie auszeichnet.

Den trainiert sie fast täglich. Montags und mittwochs steht sie jeweils für zwei Stunden im Tenniscenter in Schwalmstadt auf dem Platz. Dienstags ist es das gleiche Spiel, allerdings in Bad Nauheim. Donnerstags geht es nach Offenbach zum Stützpunkttraining – rund 130 Kilometer Fahrt für eine zweistündige Einheit und eine Stunde Konditionstraining. An den Wochenenden stehen oft Spiele auf dem Plan.

Gegen wen die Gilserbergerin aufschlagen darf, stellt sich erst vor Ort während der Auslosung heraus. Und die Frage, ob sie im Einzel und im Doppel antreten wird, wird ebenfalls in Kiew beantwortet. Pauline sind alle Gegner lieb, doch sie weiß schon jetzt, wer harte Konkurrenz sein kann. „Die Französinnen sind sehr stark, aber auch die Russinnen und Ukrainerinnen muss ich auf dem Zettel haben.“ Genauer analysieren, wie sie es sonst gern mit den Gegnerinnen macht, konnte sie im Vorfeld jedoch nicht.

Übersteht Paulines Team die Vorrunde der EM, geht es in zwei Wochen nach Tschechien. Dann werden neben dem Wochenende wieder ein paar Tage für das Turnier drauf gehen, an denen sie nicht zur Schule gehen kann. Problematisch ist das zum Glück nicht. Sie besucht die Christophorusschule in Oberurff, die sportorientierte Schüler stark unterstützt und mit Pauline vielleicht bald eine Europameisterin im Tennis in ihren Reihen hat.

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