Tennis: Rege Beteilung an Mitgliederversammlung in Herzhausen

Problem Ganztagsschule

Ist der „Turn-Around“ zu schaffen? Karl-Friedrich Emde, 1. Vorsitzender des Tenniskreises, zog Bilanz. Foto: Kares

Herzhausen. Über eine rege Beteiligung freuten sich die Verantwortlichen des Tenniskreises 35 bei der Mitgliederversammlung vergangenen Freitag in Herzhausen. Es war die beste Beteiligung seit Jahren, was sicherlich auch der Satzungsänderungen, die Veranstaltung zu einem Pflichttermin werden zu lassen, zu verdanken ist.

Dass bei zweimaligem Fehlen ein Strafgeld von 50 Euro ausgesprochen wird, stieß jedoch nicht bei allen Vereinen auf Zustimmung. So wurde über einen Antrag des SV Allendorf abgestimmt, ob diese Klausel wieder rückgängig gemacht werden solle, was von der Mitgliederversammlung jedoch abgelehnt wurde.

Höhepunkt des Abends war aber das Referat von HTV-Referent Christoph Müller zum Thema „Ganztagsschule - Chancen für den Tennissport“. Müller stellte die Probleme der bereits eingeführten und in den nächsten fünf Jahren flächendeckend eingeführten Ganztagsschule der Grundschulen vor, und gab den Vereinen Hinweise und Tipps zum Umgang mit der Problematik. „Das Tennistraining wird sich eher in die Schulen verlagern. Die Kinder haben in einer Ganztagsschule bis 16.30 Uhr Schule, da ist ein Tennistraining auf der Vereinsanlage immer weniger umzusetzen“, sagte Müller.

Möglichkeiten, Tennis an Schulen umzusetzen und Kinder- und Jugendliche für den Tennissport zu begeistern, seien Schnuppertage, Projektwochen, Tennis-AGs sowie der HTV-Top-Spin-Grundschulcup.

Natürlich wurde auch das vergangene Tennisjahr resümiert: So sprach der Kreisvorsitzende Karl-Friedrich Emde von einer immer noch leicht rückläufigen Mitglieder- und Mannschaftsmeldezahl im Tenniskreis. Gleichwohl zeigten aber Vereine wie Gemünden, Willingen und Rosenthal, dass der „Turn-Around“ zu schaffen sei. Emde lobte die Erfolge der Jugendlichen wie Philipp Schellhorn (Platz drei bei den Deutschen Meisterschaften) und sprach von einer erfolgreichen Tennis-Kreismeisterschaft der Damen und Herren im abgelaufenen Jahr in Frankenau. Ebenfalls positive Resonanz habe es auf die Mini-Winterhallenrunde gegeben.

Auch Kreisjugendwart André Dämmer sprach von einem erfolgreichen Tennisjahr. Die beiden Jugend-Kreismeisterschaften hatten sich mit einer guten Teilnehmerzahl präsentiert. Auch der Trainingsbetrieb liefe positiv. Das sei der Beweis dafür, dass der Tenniskreis nach und nach den Einstig in den Jüngstenbereich geschafft habe. Für die Zukunft tendiere der Weg klar über die Kooperation mit Kindergärten und Grundschulen.

Kreissportwart Alessandro Salviati wies die Vereine darauf hin, vor allem Spielerinnen zur Teilnahme an den Kreismeisterschaften der Damen und Herren am 28./29. März zu begeistern. Hier wolle man im Vergleich zum Vorjahr ein größeres Teilnehmerfeld stellen. In der Medenrunde auf Kreisebene starteten 2014 13 Teams bei den Herren und sechs Mannschaften bei den Damen. (zka)

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