Tennis-Bundesliga: ST Lohfelden unterliegt dem TC Bruckmühl-Feldkirchen mit 0:9

Nur Schäffer holt Satz

Konzentriert: Marco Schäffer holte bei der 0:9-Niederlage der ST Lohfelden gegen den Favoriten TC Bruckmühl-Feldkirchen den einzigen Satzgewinn. Foto: Fischer

KASSEL. Es kam, wie es kommen musste. Gegen den haushohen Favoriten TC Bruckmühl-Feldkirchen gab es nichts zu holen für die ST Lohfelden. Mit 9:0 setzten sich die Oberbayern in der Tennis-Bundesliga der Herren 30 bei den Nordhessen durch.

Dass die Gäste, die zusammen mit Iphitos München zu den Titelanwärtern gehören, am Lohfeldener Quellenweg gewinnen würden, war eigentlich zu erwarten. Dass das 6:4 von Marco Schäffer gegen Jerney Karner aber der einzige Satzgewinn für die Gastgeber sein sollte, hatte man vorher nicht gedacht.

Doch die Mannschaft aus dem Landkreis Rosenheim war in Bestbesetzung nach Lohfelden gereist. Also auch mit dem früheren dänischen Davis-Cup-Spieler Kristian Pless. Der lieferte sich mit dem Letten Adrians Zguns auf Court eins ein hochklassiges Spiel und entschied es mit 6:4, 6:4 klar für sich.

Auch die Spiele von Christoph Bühren, Nico Henkel, Timo Goebel und Mirco Wenderoth gingen trotz aller Gegenwehr in jeweils zwei Sätzen an die Gäste.

In den Doppeln sah es anfangs so aus, als könnten Bühren und Goebel etwas reißen. Doch schließlich waren Pless/Aigner zu stark. Da auch Zguns/Schäffer und Henkel/Wenderoth unterlagen, stand der 9:0-Sieg der Gäste fest. Lohfelden steht aber trotzdem als Überraschungsteam der Liga auf Rang drei.

So gelang nur Marco Schäffer an Position sechs der bereits erwähnte Satzgewinn. Und es hätte durchaus auch der Ehrenpunkt für die ST Lohfelden sein können. Der frühere Fußballer der TSG Wattenbach führte im ersten Satz schon 5:3, musste aber den Slowenen Karner vorbeiziehen lassen. Im zweiten Satz zog Schäffer sein Spiel durch und gewann 6:4. Im Match-Tie-Break sah es anfangs schlecht für Schäffer aus. Karner führte 5:2 und 7:5, dann holte der 40-jährige Lohfeldener auf und führte selbst 8:7. Doch Schäffer schaffte es nicht, den Sack zuzumachen. Karner konterte, hatte bei zwei „Linienbällen“ das Glück auf seiner Seite und gewann 10:8.

„Man bekommt auf diesem Niveau nichts geschenkt“, sagte Schäffer nach dem Match. „Ich habe bis zum Ende dagegengehalten.“

Marco Schäffers Spiel war auch ein bisschen symptomatisch für den gesamten Verlauf der Begegnung der Lohfeldener gegen den TC Bruckmühl-Feldkirchen. Immer wenn die Gastgeber mehr Druck machten, wussten die Bayern die passende Antwort und setzten sie auch spielerisch in Punkte um. Schließlich waren sie mit vier Spielern der Leistungsklasse 1 angereist. Bei Lohfelden hat nur Spitzenspieler Adrians Zguns diesen Status.

Das nächste Spiel bestreiten die Nordhessen am 14. Juni beim Tabellensechsten Safo Frankfurt, da will man dann mit einem Doppeldeckerbus nach Südhessen reisen.

Von Peter Fritschler

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