Tennisturnier so hoch dotiert wie noch nie – Sieger von 2014 wieder am Start

Wilhelmshöhe Open: Es soll nur Preisgeld regnen

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Auf in die 19. Auflage: (von links) Eberhard Engelmann (Turnierdirektor), Michael Eisfeld (seit diesem Jahr Vorsitzender des KTC Bad Wilhelmshöhe), Thorsten Döring (Geschäftsführer Glinicke Peugeot), Carsten Bachmann (Regionalleiter Mitte Glinicke) und Stefan Welsch (Städtische Werke Kassel).

Kassel. „Es hat schon so viel in Paris und London geregnet, dass es sich nun ausgeregnet hat.“ Turnierdirekter Eberhard Engelmann hofft, dass bei der 19. Auflage der Wilhelmshöhe Open vom 17. bis 24. Juli auf der Anlage des KTC Bad Wilhelmshöhe das Wetter mal wieder mitspielt. In den beiden vergangenen Jahren hatte das Kasseler Tennis-Weltranglistenturnier doch erheblich unter den widrigen Witterungsbedingungen gelitten - so wie eben vor ein paar Wochen die French Open in Paris und nun aktuell Wimbledon.

Dass die Zuschauer an der Burgfeldstraße großes Tennis zu sehen bekommen werden, beweist schon die Tatsache, dass die Wilhelmshöhe Open in diesem Jahr Deutschlands höchst dotiertes Herrenturnier im Bereich der internationalen Tennis-Föderation (ITF) sind. Das Preisgeld ist von 15 000 (etwa 13 500 Euro) auf 25 000 US-Dollar (22 500 Euro) gestiegen. Dazu kommt noch die freie Unterbringung der Hauptfeldspieler des Partners Intercity-Hotel Kassel. „Wir hatten zwei Möglichkeiten: Entweder gehen wir auf 10 000 zurück oder wir erhöhen auf 25 000, dazwischen gibt’s bei der ITF nichts mehr. Aber 10 000 wollten wir nicht“, erklärte Engelmann bei einer Pressekonferenz beim Sponsor Glinicke Peugeot in Kassel. Er ergänzt: „Wir machen die Wilhelmshöhe Open so lange und wissen durch die ITF, dass wir atmosphärisch wie sportlich ein Spitzentennisturnier haben.“

Der Sieger erhält in diesem Jahr nun umgerechnet 3250 Euro (bisher 1900). Anwärter darauf gibt es mehr als genug - wie Peter Torebko, Vorjahresfinalist und Sieger von 2014. Hoch eingeschätzt werden der Ukrainer Artem Smirnov (Weltranglistenplatz 256) und der Schwede Christian Linndell (316), die schon für ihr jeweiliges Daviscup-Team nominiert waren. Klangvolle Namen haben der Italiener Giovanni Lapentti (319) und der Spanier Gerard Granollers Pujol (340), deren Brüder Nicolas und Marcel auf der ATP-Tour bisweilen für Aufsehen sorgen. In der Vergangenheit ließen einige Spieler in Wilhelmshöhe aufhorchen und stürmten später die Top 100 - wie Fernando Verdasco und Dustin Brown, die jetzt bei großen Turnieren mitmischen. Eine Außenseiterrolle nimmt Rok Jarc vom Bundesligisten ST Lohfelden ein - dieser erhielt eine von vier Wildcards.

Los geht es am Sonntag, 16. Juli, mit der Qualifikation. Dafür stellt auch die TSG Ahnatal einige Plätze zur Verfügung. Das Hauptfeld mit 32 Teilnehmern betritt ab dem 18. Juli die Courts des KTC, der in diesem Jahr sein 120-jähriges Bestehen begeht. Das Doppel-Endspiel wird am 23. Juli stattfinden, Tags darauf steigt das Einzel-Finale. Zu welcher Uhrzeit genau, hängt auch vom Wetter ab. Aber das soll laut dem Turnierdirektor gut werden.

Hintergrund 

Talkrunde mit Nordhessens Assen

Während des Turniers gibt es auch ein Rahmenprogramm. Vormerken sollten sich die Fans beispielsweise Freitag, 22. Juli. Da ist für den Nachmittag eine Talkrunde mit nordhessischen Spitzensportlern geplant. Kassels Eishockey-Huskies, Fußballer des KSV Hessen, Vertreter des EON Kassel Marathon sowie die Top-Athleten Laura Hottenrott und Jens Nerkamp sind beteiligt. Tags zuvor ist der Spieler- und Sponsorenabend. Da haben Zuschauer die Gelegenheit, auf der Anlage mit den Aktiven zu plaudern.

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