Tennis: Pauline Greta Bruns sorgt bei internationalen Turnieren für Aufsehen

Mit Spaß und Nervenstärke

Sorgt derzeit auf ihre Europe-Tour für Furore: Tennisspielerin Pauline Greta Bruns aus Gilserberg-Schönau. Foto: Kopp

Gilserberg. Tennis-Talent Pauline Greta Bruns sorgt derzeit für Furore. Bei zwei Turnieren der Europe-Junior-Tour schaffte die 12-Jährige aus Gilserberg-Schönau, die für den ST Baunatal aufschlägt, den Sprung ins Finale. Wir stellen die Offensivspielerin vor.

Die Anfänge

Aus Pauline hätte auch eine gute Reiterin, Leichtathletin oder Schwimmerin werden können. In jungen Jahren ließen sie ihre Eltern viele Sportarten ausprobieren. Mit sieben Jahren entschied sie sich für Tennis. Was macht ihr an dieser Sportart besonders Spaß? „Einfach alles“, sagt sie, ein nervenstarker Wettkampftyp.

Die Europa-Turniere

Derlei Eigenschaften stellte Pauline zuletzt bei den Turnieren der Europe-Tour in Koblenz und Karlsruhe unter Beweis. Sie erreichte jeweils das Finale, musste sich dort aber noch geschlagen geben. Nach jeweils einer anstrengenden Turnierwoche – die Nordhessin startete auch im Doppel – machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. Trotz des verpassten ersten Turniersieges dieser Tour zeigte sie starke Leistung und machte tolle Erfahrungen.

„Es ist schon cool, sich europaweit zu messen“, erklärt Pauline, die in der deutschen Spitze jede Gegnerin aus vielen Duellen gut kennt. Sie selbst steht derzeit auf dem siebten Platz der deutschen Rangliste ihres Alters, wird nach den beiden Finaleinzügen nun aber weiter nach vorn rücken.

Das Training

Pauline trat zuletzt bei vielen Turnieren an und hat ihr Spiel weiterentwickelt. Genauso wichtig ist aber der Trainings-Alltag. Drei- bis viermal in der Woche steht sie auf dem Tennisplatz. Hinzu kommen Übungsvorgaben, die sie vom Hessischen Tennis-Verband erhält und auch zuhause absolvieren kann. Die Zwölfjährige trainiert in Baunatal bei Thomas Rachow, der auch Bezirkstrainer ist. 40 Minuten braucht sie von Schönau dorthin – für eine Strecke. Einmal in der Woche geht es nach Offenbach zum Stützpunkttraining. Ihre Eltern fahren sie zu jedem Training und zu den Turnieren, da kommt einiges an Strecke zusammen. „Ohne ihre könnte ich das nicht machen“, weiß Pauline dankbar.

Die Stärken

Aber was macht Pauline so stark? Sie ist unausrechenbar, hat keinen Lieblingsschlag, sondern ist mit Vor- und Rückhand gefährlich. Sie hat einen offensiven Spielstil, der sich nun verstärkt auszahlt. „Defensiv spiele ich nie, sondern immer aggressiv“, sagt sie. Zudem analysiert Pauline ihre Gegnerinnen genau, deren Stärken und Schwächen. Die Schwälmerin ist ehrgeizig, nimmt es aber nicht so verbissen wie viele andere. Wichtig ist ihr, weiterhin Spaß zu haben.

Die Ziele

Auf die Frage nach ihren Zielen gibt sich Pauline zurückhaltend: „Natürlich ist es von allen jungen Spielerinnen da oben der Traum, Tennis-Profi zu werden. Aber das ist sehr schwierig.“

Von Manuel Kopp

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