Einziges Schwalm-Eder-Team auf Landesebene

Tennis: MSG GW Wabern/BW Homberg als die letzten Mohikaner

+
Darf bald wieder spielen: Friedhelm Apel, der als Kapitän mit der MSG GW Wabern/BW Homberg in der Verbandsliga der Herren 65 antritt. 

Das Warten hat ein Ende: Mitte Juni startet die Medenrunde im Tennis. Allerdings mit einem Rumpfprogramm. Auf Kreis- und Bezirksebene verzichteten laut Bezirksspielleiter Karl-Friedrich Emde 132 der 415 gemeldeten Teams. Auf Landesebene sind es sogar deren 37 von 78, die eine Runde pausieren.

Darunter ist nur noch eine Mannschaft aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Die Herren 65 der MSG GW Wabern/BW Homberg in der Verbandsliga.

„Ein Jahr ohne unser geliebtes Hobby war keine Option. Und für Freundschaftsspiele fahren wir nicht nach Darmstadt“, betont Friedhelm Apel. Der 69-Jährige aus Harle ist der Kapitän der neuen Spielgemeinschaft. Der letzten Mohikaner, die in ihrer Staffel sogar das einzige Team aus Nord- und Mittelhessen sind. Ihre acht verbliebenen Gegner sind allesamt aus dem Süden des Landes. Möglich, dass daraus zwei Staffeln gebildet werden.

Gemeinsames Training seit 9. Mai

Um erneut oben mitspielen zu können, haben sich die Grün-Weißen aus der Zuckerrübenstadt mit den Blau-Weißen aus der Kreisstadt verbündet. Mit den unverwüstlichen Spielern des Tennisvereins TV 1909 Homberg. Davon geht nun Friedhelm Haas als Nummer eins in der Spielgemeinschaft an den Start, Werner Bechtel als Nummer vier. Dazwischen sind Martin Sturm und eben Kapitän Apel gesetzt. Insgesamt stehen elf Mann auf der Liste.

Seit dem 9. Mai trainieren die Tennis-Freunde am Homberger Stellberg und auf dem Waberner Platz an der Bahnlinie zwischen Harle und Lohre fleißig. An die Hygienebestimmungen haben sie sich gewöhnt. Verbunden mit der Hoffnung, bei Heimspielen gute Gastgeber sein zu dürfen. Denn traditionell lassen sie sich in Wabern Essen vom Caterer liefern. Schnitzel, Hähnchen, Geschnetzeltes – das ließe sich auch mit Abstand nach einem Match genießen. 

Auch das Problem, eventuell nur zu zweit anreisen zu dürfen, stellt sich für Friedhelm Apel nicht. „Das ist dann nun mal jetzt so. Hauptsache, wir dürfen spielen“, sagt der Mann, der Ende des Jahres 70 wird. Und deshalb sogar noch in einem zweiten Team spielen wird. Bei den Herren 70 in der Bezirksoberliga, die die neue SG ebenso wie die Herren 60 ins Rennen schickt.

Keine Absteiger in dieser Saison

Immerhin: Ihre Klassenzugehörigkeit werden auch alle abgemeldeten Teams behalten. Denn es gibt in dieser Saison keine Absteiger. Allerdings in manchen Klassen auch keine Gegner aufgrund der Flut an Rückzügen. Aufstiege bleiben indes möglich. Zudem werden alle Begegnungen in die Leistungsklassen-Wertung aufgenommen.

Nordhessischer Spitzenreiter bei den Abmeldungen ist die TG Schauenburg mit elf Teams. Deren drei sind es beim TuSpo Ziegenhain bzw. der MSG Schwalmstadt. Hier wurden auf Landesebene die Damen 50, Herren 40 und Herren 50 zurückgezogen. 

„Die ganzen Auflagen in Verbindung mit der Gesamtsituation um Corona sind bei uns die Hauptgründe. Zudem hätten wir teilweise bei Sechser-Mannschaften mit mindestens drei Autos fahren müssen“, erklärt TuSpo-Pressewart Wolfgang Franz auf Anfrage. Gleichwohl fiebern die erste Herren der MSG sowie diverse Nachwuchsteams dem Start auf Bezirksebene entgegen. Und warten sehnsüchtig darauf, dass die Spielpläne veröffentlicht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.