Die tolle Zeit war gestern

Tennisspieler der Hessenligamannschaft des TC 31 Kassel haben neue Aufgaben

So kennt man ihn: Marco Neunteibl mit kraftvoller beidhändiger Rückhand. In der kommenden Saison wird der gebürtige Österreicher für den TC 31 bei den Herren 30 in der Verbandsliga spielen. Foto: wm

KASSEL. Sie haben gemeinsam acht Jahre mit dem TC 31 Kassel in der Tennis-Hessenliga gespielt. Zuletzt mit dem Rücken zur Wand und haben den Abstieg nicht verhindern können.

Wenn in diesem Jahr das Racket unter freiem Himmel geschwungen wird, dann spielen Marc Leimbach, Christopher Amend, Marco Neunteibl, Martin Boulnois und Sebastian Krauß bei einem anderen Verein oder in einer anderen Mannschaft. Mitglied beim TC 31 Kassel sind sie aber alle noch.

„Es war schon eine tolle Zeit“, sagt der frühere Kapitän Marc Leimbach. „Wir haben zusammen trainiert, soweit das möglich war, sind zusammen zu den Auswärtsspielen gefahren, haben gemeinsam übernachtet.“ Und man habe sich ja auch immer gut verstanden. In diesem Sommer nicht auf den Courts an der Menzelstraße in Kassel zu spielen, „das kommt einem schon etwas komisch vor“. Leimbach, der 16 Jahre für den TC 31 spielte, tut dies ab 24. Mai in der Bundesliga der Herren 30 für Ratingen. „Eine Herausforderung, der ich mich noch einmal stellen wollte“, sagt der 36-Jährige. „Nach den acht Hessenligajahren vor heimischem Publikum, bin ich dann da der Fremde.“

Marco Neunteibl wird weiter für den TC 31 spielen, allerdings in der Verbandsliga der Herren 30. „Wir waren schon eine coole Mannschaft“, sagt der gebürtige Österreicher. „Die Hessenliga hat Spaß gemacht, aber war mit den Doppelspieltagen auch anstrengend. Bei uns ist das zweite Kind unterwegs, da ist kürzer treten angesagt.“ Neunteibl, der 2003 mit der Finalteilnahme beim Wilhelmshöher Turnier erstmals in Nordhessen auftauchte und seit 2006 für den TC 31 spielt, will jetzt mit den Herren 30 in die Hessenliga aufsteigen.

Gleiches gilt für Christopher Amend, denn auch der wird bei den Herren 30 spielen. „Natürlich war die Zeit in der Hessenliga cool“, sagt der Physiotherapeut. „Aber die Doppelspieltage sind auch an die Substanz gegangen. Und jetzt geht es halt mit etwas Neuem weiter.“

„Mit Sicherheit wird mir etwas fehlen“, sagt Sebastian Krauß. „Wir waren halt eine einheimische Mannschaft, auch außerhalb des Platzes.“ Krauß selbst wird, wenn es seine Rückenbeschwerden zulassen, das eine oder andere Spiel in der Gruppenliga-Mannschaft machen.

Martin Boulnois spielt künftig beim Gruppenliga-Aufsteiger ST Lohfelden. „Natürlich werde ich die Hessenliga vermissen“, sagt der 29-Jährige. „Das war doch eine schöne Zeit, mit den Mitspielern, mit den Zuschauern. Aber wo eine Tür zugeht, geht auch eine andere auf.“

Weiter in der Hessenliga aktiv sein wird Youngster Benedikt Henning, er geht für Frankfurt Palmengarten auf den Court. Allerdings steht auch noch ein Wechsel zu einem Sport-College in den USA im Raum. Die Thiemann-Zwillinge kommen erst spät im Sommer wieder aus den USA zurück und sind für ihren Heimatklub Lehrte gemeldet.

Von Peter Fritschler

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