Programm in der Übersicht

Wilhelmshöhe Open 2018 starten am 15. Juli: Zopps Erbe gesucht

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Freuen sich auf die Wilhelmshöhe Open: (von links) Eberhard Engelmann (Turnierdirektor), Michael Oelemann (Städtische Werke), Petra Bantle (InterCityHotel), Carsten Bachmann (Glinicke) und Thorsten Döring (Autohaus Peugeot). 

Kassel. Wenn die Fußball-WM zu Ende geht, dann werden in Kassel wieder Weltranglistenpunkte vergeben – und insgesamt 25.000 Euro Preisgeld.

Am Tag des Finals in Russland, dem 15. Juli, startet die Qualifikation für die Wilhelmshöhe Open 2018. Eine Woche später findet dann das Endspiel auf der Anlage an der Burgfeldstraße 2A in Wilhelmshöhe statt.

Die Teilnehmer

Spannend ist im Vorfeld natürlich jedes Jahr das Teilnehmerfeld. Und das wird international, es haben sich weniger Deutsche als im Vorjahr angemeldet. An Nummer eins ist der Franzose Gleb Sakharov gesetzt, der in Usbekistan geboren wurde. Er kommt direkt aus London. Beim Grand Slam in Wimbledon scheiterte er in der Qualifikation. Er ist derzeit die Nummer 20 der Franzosen und steht auf Rang 237 der Weltrangliste.

Mit Christopher Heyman ist ein Belgier an zwei gesetzt, der auch im vergangenen Jahr schon auf den Prinzenplätzen aufschlug. Damals scheiterte er am späteren Sieger Jürgen Zopp aus Estland, der mittlerweile wieder an der Top 100 des ATP-Rankings kratzt.

Die Nummer drei der Setzliste ist der Ägypter Youssef Hossam, in seiner Heimat sogar die Nummer zwei. Er sammelte schon Davis-Cup-Erfahrung. Hinter ihm folgen die beiden Spanier Guillermo Olaso und Jordi Samper-Montana sowie der Franzose Fabien Reboul. An Nummer acht steht Rumäne Dragos Dima, ebenfalls die Nummer zwei seiner Heimat.

Der Deutsche

Der einzige Deutsche unter den acht gesetzten Spielern ist Elmar Ejupovic (7). Der Weinheimer spielt in Bremen und schaffte es im vergangenen Jahr in Kassel als Qualifikant bis ins Viertelfinale, im Doppel stand er mit Lukas Rüpke sogar im Halbfinale.

Die Wildcards

Vier Wildcards werden vergeben, eine durch den Veranstalter KTC Bad Wilhelmshöhe 1896, zwei vom Hessichen Tennis-Verband (HTV), eine vom Deutschen Tennis Bund (DTB). Die des Veranstalters geht an Niklas Schell, der sich 2017 bis ins Hauptfeld spielte. Der 19-Jährige ist für den Wiesbadener Tennis- und Hockey-Club aktiv.

Der HTV vergibt eine seiner beiden Wildcards an Kai Wehnelt (TC Bad Homburg). Der 22-Jährige ist Hessischer Hallenmeister, Hessischer Vizemeister 2018 und warf im vergangenen Jahr überraschend den an Nummer acht gesetzten David Pichler in der ersten Runde raus.

Das Programm

  • Sonntag: Qualifikation Einzel ab 10 Uhr
  • Montag: Qualifikation Einzel ab 10 Uhr
  • Dienstag: 1. Runde Einzel und Doppel ab 11 Uhr
  • Mittwoch: 1. Runde Einzel und Doppel ab 11 Uhr
  • Donnerstag: Achtelfinale Einzel und Viertelfinale Doppel ab 12 Uhr
  • Freitag: Viertelfinale Einzel und Halbfinale Doppel ab 13 Uhr
  • Samstag: Halbfinale Einzel und Finale Doppel ab 13 Uhr
  • Sonntag: Finale Einzel ab 13 Uhr

Die Tickets

Der Eintritt zur Qualifikation ist frei. Die Tageskarte kostet von Dienstag bis Freitag sechs Euro, am Samstag und Sonntag zwölf Euro. Die Wochenendkarte für Samstag und Sonntag gibt es für 18 Euro. Eine Dauerkarte für das gesamte Turnier ist für 25 Euro erhältlich. Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Blick zurück

Sich die Namen junger Spieler zu merken, die bei den Wilhelmshöhe Open an den Start gehen, lohnt sich immer wieder. Fernando Verdasco war schon da, Stan Wawrinka und Nikolaj Davydenko ebenso. Und auch ein Deutscher, dessen Stern in diesem Jahr aufging, kennt Kassel gut. Maximilian Marterer war von 2013 bis 2015 dreimal in Folge in Wilhelmshöhe dabei. Der 23 Jahre alte Nürnberger gewann zwar in Kassel nie, mittlerweile steht er aber auf Rang 48 der ATP-Weltrangliste. Der Linkshänder schaffte es Anfang Juni bei den French Open überraschend bis ins Achtelfinale und scheiterte da am späteren Sieger Rafael Nadal aus Spanien. In der Runde zuvor hatte er Jürgen Zopp aus Estland geschlagen – locker in drei Sätzen (6:2, 6:1, 6:4). Zopp siegte im vergangenen Jahr noch in Kassel und stand nun schon wieder in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers. So könnte es in ein paar Jahren schon heißen: „Den habe ich doch noch in Wilhelmshöhe gesehen. Verrückt.“

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