Start am Sonntag

Die French Open in Zahlen: Zverevs Chance, Osakas Boykott, Nadals Rekordjagd

Alexander Zverev.
+
In starker Form vor den French Open: Der Deutsche Alexander Zverev gilt als Mitfavorit.

Es sind die 125. French Open, die am Sonntag in Paris beginnen. Das Grand-Slam-Turnier wurde wegen der Corona-Pandemie um eine Woche verschoben und endet am 13. Juni.

Nach den Australian Open, die Novak Djokovic im Februar gewonnen hat, ist es der zweite der vier großen Tenniswettbewerbe des Jahres. Wir stellen Roland Garros einmal in Zahlen vor.

2 ist der Weltranglistenplatz der Japanerin Naomi Osaka. Die 23-Jährige, die bislang nie über die dritte Runde in Paris hinauskam, wird während der French Open keine Interviews geben. Der Hintergrund: Sie habe häufig gemerkt, dass Leute keine Rücksicht auf die psychische Verfassung von Sportlern nehmen würden. Das werde ihr auf Pressekonferenzen immer wieder bewusst. Sollte sie für das Verpassen der Termine mit Strafen belegt werden, werde sie die Summe einer Einrichtung für psychische Gesundheit zukommen lassen. Vergleichbare Aktionen gab es auch schon von Venus Williams und Football-Profi Marshawn Lynch. Lynch hatte deswegen häufig auf Fragen geantwortet, er sei nur da, um keine Strafe zahlen zu müssen.

7 Tage früher sollten die French Open eigentlich beginnen. Die Verlegung soll dem Veranstalter einen zweistelligen Millionenbetrag retten. Denn nun profitiert das Turnier von Lockerungen. Bis zum 8. Juni werden rund 5000 Zuschauer auf der Anlage zugelassen sein. Anschließend erhöht sich die Zahl auf 13 000 pro Tag. Ab dem 9. Juni soll in Paris auch die Ausgangssperre ab 21 Uhr fallen.

13 Mal gewann der Spanier Rafael Nadal bereits den Grand Slam auf der roten Asche von Paris. Auch in diesem Jahr gehört er mit Djokovic wieder zu den Favoriten. Der 34-Jährige fuhr unlängst seinen 1000. Sieg auf der ATP-Tour ein – er ist erst der vierte Spieler, dem das gelungen ist. Insgesamt hat Nadal 20 Siege bei Grand Slams und damit genauso viele wie Roger Federer. Sollte er auch in diesem Jahr in Paris gewinnen, würde er den Schweizer als Rekordhalter mit den meisten Titeln ablösen.

22 Mal versuchte Alexander Zverev – das deutsche Aushängeschild der Herren – bereits einen Grand Slam zu gewinnen. Ohne Erfolg. Bei den US Open 2020 verlor der 24-Jährige das Endspiel gegen Dominic Thiem, im vergangenen Jahr scheiterte er in Paris angeschlagen bereits im Achtelfinale. Derzeit ist der Deutsche aber in guter Form, besiegte Anfang Mai in Madrid sogar die Sandplatzspezialisten Thiem und Nadal.

29 Jahre wurde Roland Adrien Georges Garros nur alt. Einen Tag vor seinem 30. Geburtstag, am 5. Oktober 1918, wurde er kurz vor Ende des 1. Weltkriegs von einem deutschen Jagdflieger abgeschossen und starb. Die Anlage, auf der die French Open stattfinden, wurde nach dem französischen Kriegshelden benannt.

1 400 000 Euro bekommen Siegerin und Sieger in Paris – das sind 12,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Durchaus bemerkenswert in einer Zeit, in der Prämien im Sport eigentlich von Jahr zu Jahr steigen. Doch Corona hat auch das Tennis getroffen. Wer die erste Runde erreicht, bekommt immerhin bereits 60 000 Euro. Übertragen werden alle Partien von Eurosport. (Maximilian Bülau)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.