Tennis: Hallen-Bezirksmeisterschaft in Korbach - Damenkonkurrenz abgesagt

Zwei heiße Eisen im Feuer

Will seinen Titel aus dem Vorjahr bei den Herren möglichst verteidigen: Martin Kares aus Korbach. Foto:  BF

Korbach. Über viele Jahre hinweg fanden die Tennis-Hallen-Bezirksmeisterschaften im Kasseler Raum statt. Nicht so in diesem Jahr: Da ist die Korbacher Tennishalle Autragungsort. Ab Samstagmorgen fliegen die gelben Filzkugeln am Korbacher Westring in der Herren- und Juniorenkonkurrenz über das Netz.

Bei den Herren hat die Region mit Martin Kares und André Dämmer zwei heiße Eisen im Feuer. Der Korbacher Kares möchte seinen Bezirksmeistertitel aus dem Vorjahr verteidigen. Dieses Mal ist der 30-Jährige nicht Jäger, sondern der Gejagte. Kares ist aufgrund seiner Leistungsklasse an Position eins gesetzt.

„Natürlich möchte ich meinen Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Ich freue mich ganz besonders, dass die Meisterschaften in Korbach ausgetragen werden, nicht nur weil die Anfahrt deutlich bequemer ist, sondern weil so mich auch ein paar Freunde mal spielen sehen können“, hofft Kares, der mittlerweile für den Bundesligaverein ST Lohfelden aufläuft.

In der Tat muss man ganz lange zurückblicken, wenn man eine Bezirksmeisterschaft im Korbacher Raum finden will. Turnierleiter Wilfried Müller erinnert sich: „Es gab auf jeden Fall in der Jugend mal eine Meisterschaft in Korbach und Willingen. Bei den Herren bin ich mir nicht sicher, auf jeden Fall ist es über 30 Jahre her“, so Müller.

Doch was war der Grund für den Umzug nach Korbach? Müller klärt auf: „Wir waren mit der Tennishalle in Bergs-hausen in Gesprächen. Diese haben erheblich die Preise angezogen und sind uns nicht entgegen gekommen. Auch mit Baunatal und Kaufungen wurde gesprochen. Letztendlich hatte Kreissportwart Karl-Friedrich Emde die Idee Korbach“, klärt Müller auf.

Kares ist mit Leistungsklasse zwei klarer Favorit, hinter ihm folgt die Nummer zwei, die Nachwuchshoffnung Can Franke vom TC Bad Sooden-Allendorf und Christoph Leurle von der TG Habichtswald, der bereits sechs Leistungsklassen dahinter liegt. Von Spitzenspielern aus dem Kasseler Raum fehlt jede Spur. Weiterer Wermutstropfen: Bei den Damen waren so wenige Meldungen, sodass dieses Feld komplett aufgegeben wurde.

Müller: „Das ist sicherlich der Entfernung geschuldet.“ Kares und Dämmer finden das nicht schlimm: „Für die Spieler aus Waldeck-Frankenberg sind die Meisterschaften so etwas besonderes und die Spieler aus den Ballungsgebieten Kassel müssen jetzt aufs Land kommen“, meint Dämmer.

Der amtierende Kreisjugendwart will den ein oder anderen gesetzten Spieler ärgern. „Ich hoffe außerdem auf die Zuschauer, um zu zeigen, dass der Tennissport auch auf dem Land eine attraktive Sportart mit vielen Anhängern ist.“ (bf)

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