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Rotenburg gewinnt das Landesliga-Kreisderby

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Freiwurf kurz vor der Pause: Lukas Berger – mit Rückennummer 96 – wirft den Freistoß kurz vor der Pause knapp über das Rotenburger Tor.
Freiwurf kurz vor der Pause: Lukas Berger – mit Rückennummer 96 – wirft den Freistoß kurz vor der Pause knapp über das Rotenburger Tor. © Hartmut Wenzel

Das hat es seit langer Zeit nicht mehr gegeben: Aufgrund einer starken kämpferischen Leistung gewann die TG Rotenburg das Kreisderby in der Handball-Landesliga Männer in Bad Hersfeld mit 34:31.

Bad Hersfeld – Eine Woche vor Weihnachten legten sich die Gäste vor rund 200 Zuschauern in der Geistalhalle hochverdient zwei Punkte unter den Weihnachtsbaum. Die Rotenburger zeigten über die gesamte Distanz ein kämpferisch höheres Engagement, waren wacher und schneller als der TV Hersfeld.

Christian Weiß sah man zum Schluss die Enttäuschung am Gesicht an. Mit wenigen Ausnahmen war es den TVH-Akteuren nicht gelungen, den Schalter umzulegen. „Wir haben taktisch nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte der Trainer. „Wir sind gar nicht richtig zur Abwehrarbeit gekommen.“

Sein Gegenüber Robert Nolte lobte sein Team über den grünen Klee. „Das war überragend, was wir heute hier gespielt haben.“ Die ebenfalls nicht vom Erfolg verwöhnten Rotenburger, personell stark angeschlagen, wussten zu reagieren, als die Gastgeber nach einer starken Anfangsphase mit 5:3 nach acht Minuten führten.

Vor allem drei Akteure spielten sich in den Vordergrund: Philip Hartung und Janik Hagemann hielten ihre Mannschaft in der stärksten Hersfelder Phase im Spiel. Martin Harbusch ließ auf der Mitte-Position seiner ganze Erfahrung freien Lauf. Und überdies war Drazen Cica erneut ein überragender Rückhalt in seinem Team. Auf der Gegenseite kamen nur Lukas Berger mit neun Toren und Jonas Rübenstahl zum Zug.

Die Hersfelder gerieten schon vor dem Wechsel nach einigen Fehlwürfen – insgesamt fanden vier Siebenmeter ihren Weg nicht ins Ziel – immer mehr ins Hintertreffen. Janik Hagemann erzielte den Ausgleich zum 7:7, dann wogte die Partie einige Zeit hin und her, ehe die Rotenburger das Heft des Handelns übernahmen und ab der 16. Minute nicht mehr aus der Hand gaben.

Luca Schuhmann baute erstmals die Führung auf drei Treffer aus. Selbst als Maurice Reyer die Rote Karte sah und somit der Gegner personell nominell noch mehr geschwächt waren, wussten die Hersfelder – die ohnehin auf der Bank sieben Ersatzspieler aufboten, Rotenburg dagegen nur drei – diesen nicht eingeplanten Vorteil nicht zu nutzen. Sie vertändelten zu viele Angriffe planlos, spielten sie nicht richtig aus oder standen in der Abwehr einfach zu tief, so dass einfache TGR-Anspiele an den Kreis ihren Weg fanden, wo Janik Hagemann – er traf sieben mal – oft leichtes Spiel hatte.

In Hälfte zwei führten die Gäste sogar zwischenzéitlich mit sechs Toren. Nur einmal noch flackerte kurz das Hersfelder Licht, als Philipp Koch, Julian Thole und David Schikarski auf zwei Tore verkürzten. Als Rübenstahl aber einen Siebenmeter vergab, waren auch die letzten Hoffnungen dahin.

Rotrenburg trifft und trifft: Hersfelds Keeper Marius Wasem muss das Leder aus dem Netz fischen.
Und wieder ist der Ball im Tor: Hersfelds Keeper Marius Wasem muss das Leder aus dem Netz fischen. © Hartmut Wenzel

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