Duell in Zahlen

SVH Kassel verliert Tischtennis-Spitzenspiel gegen Maberzell

26:24 im fünften Satz: Niklas Hilgenberg bot den Zuschauern ein tolles Spektakel.

Söhrewald. An der Kulisse lag es nicht, dass nach zweieinhalb Stunden ein klarer 9:2-Erfolg der Gäste stand. Schließlich sahen etwa 150 Zuschauer das Spitzenspiel der Tischtennis-Oberliga zwischen der SVH Kassel und Fulda-Maberzell in der Welleröder Sporthalle – mit dem besseren Ende für die Osthessen. Das Duell in Zahlen:

0Einzel hat der Harleshäuser David Gallina absolviert. Nach dem Doppel mit Florian Bierwirth (1:3) schenkte er beide Partien im oberen Paarkreuz ab – wegen Knieproblemen. Noah Weber stand überhaupt nicht zur Verfügung, er musste für Klausuren lernen. Gute Vorzeichen sehen anders aus.

1 Familienpaar stellte jedes Team. Auf Seiten der SVH spielte neben dem Tschechen Jan Urbanek auch dessen Bruder Matej, der für Weber aus der zweiten Mannschaft aufrückte. Bei Fulda überzeugte neben dem Bundesligaspieler und -trainer Qing Yu Meng dessen erst 15-jähriger Sohn Fan Bo, der Jan Urbanek in fünf Sätzen entzauberte.

3 Durchgänge benötigte Tom Schmidt an der Seite von Matej Urbanek, um im Doppel einen der beiden SVH-Punkte einzufahren. Vor dem Spiel ließ sich der Harleshäuser Youngster mit Qing Yu und Fan Bo Meng ablichten – man hat eben nicht immer so prominente Gegner zu Gast.

5 Mannschaften trennen in der Tischtennis-Oberliga nur zwei Punkte. Fulda-Maberzell ist nun Tabellenführer und dürfte in dieser Besetzung auch heißester Titelkandidat sein. Um den Relegationsplatz werden sich neben der SVH noch Gießen, Stadtallendorf und Braunfels streiten.

26 Punkte im Tischtennis. Gibt’s nicht? Gibt’s doch. Und zwar bei Niklas Hilgenberg. Der gewonnene fünfte Satz des SVH-Kapitäns gegen Medardas Stankevicius war mitreißend und entschädigte zumindest etwas für die bittere Pleite der Gastgeber. „Bei mir ist es in letzter Zeit immer knapp. Aber das 26:24 tröstet natürlich nicht über die klare Niederlage hinweg“, sagte Hilgenberg.

189 ist der Weltranglistenplatz von Thomas Keinath. Der 38-Jährige war der unumstrittene Star in Wellerode. Nach dem gewonnenen Doppel brauchte der slowakische Nationalspieler und EM-Dritte von 2000 nur noch einmal sein Können zeigen – beim 3:1-Erfolg gegen Jan Urbanek. Es war gleichzeitig der erfolgreiche Schlusspunkt für die Fuldaer.

1442 Kilometer liegen zwischen Fulda und Wilna in Litauen, der Heimat der beiden Schüler-Nationalspieler Medardas Stankevicius und Agnius Kacerauskas. Sie brachten weiteres internationales Flair in den Söhrewald – auch beim Verkaufsstand. Beide bestellten nämlich ihre belegten Brötchen auf Englisch.

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