Ersatzspieler-Regelung begrüßt - Schiedsrichterpflicht kritisiert

Tischtennis-Kreistag: Abschied vom Aufstiegsverzicht

Durfte zum letzten Mal auf den Aufstieg verzichten: Kreisliga-Meister TSV Günsterode mit (von links) Kirstin Gutjahr, Claudia Guntow (sitzend), Kerstin Hupfeld und Christel Körber-Hollstein.

Gudensberg. Die neue Wettspielordnung zog sich mit Licht und Schatten durch den außerordentlichen Tischtennis-Kreistag, bei dem Kreiswart Hans-Joachim Voigt ein „Heimspiel“ im Dorlaer Dorfgemeinschaftshaus hatte.

Dort präsentierte sich das TTC-Organisationsteam um Bernd Zuschlag als hervorragender Gastgeber für die Vereinsvertreter, Gäste und den Kreisvorstand.

Skeptisch wurde die „Aufstiegspflicht“ ab der Saison 2017/18 bewertet, die für alle Meister sowie auf weiteren feststehenden Aufstiegsrängen gilt. Aufstiegsverzicht, den etwa der TSV Günsterode als Meister der Damen-Kreisliga diesmal noch erklären konnte, ist künftig unmöglich. „Es bliebe dann nur übrig, die Mannschaft aufzulösen und wieder ganz von unten anzufangen“, erklärte Sportwart Harald Luckhart.

Eine Erleichterung ist die reformierte Ersatzspieler-Regelung: Akteure ohne Sperrvermerk können in allen oberen Mannschaften ohne Einschränkung aushelfen. Ebenfalls positiv aufgenommen wurde die Regelung, dass zwei Meisterschaftsspiele pro Halbserie reichen, um den Status „Stammspieler“ zu behalten. Als Belastung empfunden wird die Schiedsrichterpflicht. Ab Kreisliga aufwärts muss jeder Verein einen Schiedsrichter in seinen Reihen haben, der drei Einsätze pro Jahr nachzuweisen hat. Andernfalls drohen Geldstrafen.

Aus dem Schwalm-Eder-Kreis werden 146 Mannschaften (131 Herren- und 15 Damenteams) in die kommenden Serienspiele gehen. Davon spielen fünf Damenteams überregional, bei den Herren 39 Mannschaften. „Newcomer“ sind Günsterode IV, Dorla IV, Ziegenhain II und Ottrau/Berfa VII sowie bei den Damen Günsterode II und Riebelsdorf. Für die 3.Kreisklasse-Mitte wurde als neuer Spielleiter der Gensunger Wolfgang Bässe gewählt, die Süd-Gruppe übernimmt Jörg Harras.

Neun Vereinen, deren Spielstätten nicht die geforderten Mindestmaße aufweisen, erteilte der Kreisvorstand auf Antrag eine unbefristete Sondergenehmigung. Geändert wurden die Fristen für die Ergebniseingabe: Spiele an Wochentagen müssen innerhalb von 24 Stunden nach Beginn im Internet bei click-TT eingegeben sein. Am Wochenende gilt: Samstagsspiele bis Sonntag 12 Uhr, Sonntagsspiele bis sieben Stunden nach Beginn.

Als Delegierte zum Verbandstag 2018 wurden gewählt: Michael Koslowski (Morschen/H.), Sascha Werner (Altenbrunslar/W.), Werner Schwarz (Unshausen), Jörg Harras (Niedervorschütz) und der vom Kreistag einstimmig bestätigte neue Schülerwart Arthur Sauer (Neukirchen).

Folgende Veranstaltungen sind geplant: die Kreis-Einzelmeisterschaften am 1.- 3. September in Wasenberg, Bezirks-Einzelmeisterschaften (20.-22.10.2017/Knüll Oberaula), Vorrangliste der Herren (14.1.2018/Wabern), Pokalendrunde (10./11.2. 2018/Todenhausen), Cup der Meister (5.5.2018/Unshausen), Kreisrangliste Herren 1.-3. Kreisklasse und Damen (12.5. 2018/Treysa), Endrangliste Herren (13.5.2018/Treysa). Der nächste Kreistag wird am 16. Juni 2018 in Altmorschen stattfinden.

Von Reinhold Döring

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