Tischtennis-Regionalligist Auedamm wird Zweiter und steigt direkt in Dritte Liga auf

Aufschlag ins Abenteuer

Sie bot die beste Saisonleistung: Diana Tschunichin überzeugte mit einer Einzelbilanz von 32:10. Foto:  Schachtschneider/nh

Kassel. Großer Jubel im Lager des Tischtennis-Regionalligisten Auedamm: Nach dem 7:7 im letzten Saisonspiel beim TTC GW Fritzdorf verpassten die Frauen zwar die Meisterschaft, sicherten aber Platz zwei und damit den direkten Aufstieg in die Dritte Bundesliga Nord (siehe Hintergrund). Seit Einführung dieser Spielklasse ist dies die Premiere für ein Team aus dem Kreis Kassel.

„Wir wurden schon im Vorfeld gefragt, ob wir uns nicht bewerben wollen. Da die Dritte Liga mit Teams aufgefüllt werden solle, würde eine Relegation wegfallen, hieß es. Lange nachdenken brauchten wir dann nicht“, sagt Auedamms Kapitänin Katja Heidelbach zur Entscheidung, das Abenteuer wahrzunehmen. Trotzdem sagt sie: „Natürlich musste auch der Verein grünes Licht geben, da der Aufstieg ja in finanzieller Hinsicht ebenfalls gestemmt werden muss.“ Längere Fahrten, höhere Schiedsrichterkosten und eine Meldegebühr von 1500 Euro – das kommt alles auf den Aufsteiger zu.

Trotzdem überwiegt derzeit die Freude über die tollen Aussichten in der kommenden Saison. „Wir wären natürlich sehr gern Meister geworden, aber es hat am Ende leider nicht gereicht. Jetzt freuen sich vor allem unsere jungen Spielerinnen auf viele neue Erfahrungen“, sagt Katja Heidelbach. Wie die Mannschaft dann aussehen wird, steht noch nicht fest, da Wechsel noch bis zum 31. Mai möglich sind.

Dabei standen die Vorzeichen für Auedamm nach einer Top-Vorrunde mit 17:3 Punkten gar nicht gut, denn das Team musste danach ohne ihre Spitzenspielerin Christine Engel die Rückrunde bestreiten. Hinzu kamen krankheitsbedingte Ausfälle in den letzten drei Partien. Die beste Kasselerin Diana Tschunichin, die mit 32:10 die meisten Einzel für Auedamm gewann und mit Katja Heidelbach das beste Ligadoppel bildete (13:1), blickt aber zuversichtlich nach vorn: „Wir werden es zwar nicht einfach haben in der Dritten Liga, aber wir werden wie immer alles geben, und man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben“, sagt Tschunichin.

Reserve in der Relegation

Einen Platz nach oben konnte übrigens die 2. Damenmannschaft von Auedamm nach der Vorrunde noch klettern und schloss damit die Oberligasaison auf dem Relegationsplatz ab. Vor allem der Sieg gegen den TTC Langen II machte Mut für die anstehende Relegation am Samstag an heimischen Tischen. Erster Gegner wird um 12 Uhr TTG Morschen-Heina (Zweiter Hessenliga Nord-Mitte) sowie im Anschluss um voraussichtlich 15 Uhr der TSV 1875 Höchst (Zweiter Hessenliga Süd-West) sein.

Von Torsten Kohlhaase und Norbert Buntenbruch

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