Damen von Niestetal und Auedamm stellen gleich drei Aufsteiger-Teams

Aufwind im Tischtennis

Der Ball fliegt aus nordhessischer Sicht bald in höheren Spielklassen: Die Top-Damenteams von Niestetal und Auedamm werden von der Oberliga bis hin zur Dritten Liga vertreten sein. Foto:  dpa

Kassel. Diese Tischtennis-Saison war ganz nach dem Geschmack der Damenteams in Stadt und Kreis Kassel: Der SC Niestetal stieg mit der ersten Mannschaft nicht nur in die Regionalliga auf, sondern schaffte mit der Reserve auch den Sprung von der Hessen- in die Oberliga.

Ähnlich erfolgreich lief es bei Auedamm, das zwar kein Meister wurde, trotzdem aber als Zweiter in die Dritte Bundesliga aufsteigen darf (wir berichteten). Und wenn es gut läuft, schafft die Reserve am Wochenende in der Relegation den Oberliga-Klassenerhalt. Damit wären künftig vier heimische Top-Teams im Einsatz.

„Seit dem Zusammenschluss des TSV Heiligenrode und der TSG Sandershausen zum SC Niestetal im Jahr 2014 genießen wir natürlich einige Vorteile. Ganz wichtig ist zum Beispiel, dass wir statt zwei nun vier Trainingszeiten pro Woche anbieten können. Das heißt nicht unbedingt, dass mehr trainiert wird, sondern einfach, dass die Spielerinnen und Spieler flexibler sind, was ihre Zeitplanung angeht“, sagt Abteilungsleiter Peter Schumann. Damit könne man auch längerem Nachmittagsunterricht in der Schule aus dem Weg gehen.

Der große Erfolg habe ihn persönlich nicht überrascht, eher die Art und Weise. „Dass wir derart die Ligen dominieren, war so nicht zu erwarten“, erklärt Schumann. Die erste Mannschaft marschierte mit 36:0 Punkten durch die Oberliga, und auch die Reserve gab in der Hessenliga mit 28:0 keinen Zähler ab.

Wichtig ist laut Schumann auch, dass man einen guten Unterbau habe: „Die Euphorie, die jetzt gerade herrscht, würde keine fünf Jahre anhalten, wenn wir die Jugendarbeit vernachlässigen würden.“ Insgesamt 18 Mannschaften der Niestetaler nahmen in der abgelaufenen Saison am Spielbetrieb teil.

Starke Spielerinnen geholt

Auedamm hat zwar am Ende den Meistertitel in der Regionalliga knapp verpasst, kann aber trotzdem auf eine hervorragende Saison zurückblicken. „Mit Christine Engel und Sarah Grede haben wir uns im vergangenen Jahr bestens verstärkt. Wären wir in der Schlussphase nicht von Verletzungen und Krankheiten gebeutelt gewesen, hätte es wahrscheinlich auch zu Platz eins gereicht“, sagt KSV-Abteilungsleiter Jürgen Greszik, der sich, wie auch die gesamte Mannschaft auf das Abenteuer Dritte Liga freut.

Auedamm ist zwar in der Breite nicht so stark aufgestellt wie der SC Niestetal, schickte aber immerhin auch neun Mannschaften in den Spielbetrieb. „Im männlichen Nachwuchsbereich sieht es bei uns richtig gut aus, im weiblichen haben wir noch Nachholbedarf“, sagt Greszik, der nun hofft, dass die zweite Mannschaft den Klassenerhalt in der Oberliga schafft. Dann würde in der nächsten Saison das Duell der Reserve-Teams gegen Niestetal steigen.

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