Hessenliga: Nur Felsbergs Imberger hält mit – Beck überragt mit schnellen Topspins

Besse klarer Derbysieger

Hatte mit seinen Gegnern keine Probleme: Petr Wasik vom TSV Besse.

Felsberg. Echte Derby-Stimmung wollte bei dem 9:2-Sieg des TSV Besse beim Tischtennis-Aufsteiger TSV Eintracht Felsberg nicht aufkommen. Zu deutlich war die Überlegenheit des Oberliga-Absteigers. Aber einige packende Auseinandersetzungen sahen die Zuschauer in der ungewohnten Großsporthalle dennoch.

Vor allem dann, wenn Philipp Imberger am Tisch war. „Der war heute stark und für mich die positive Überraschung,“ lobte sogar Besses Teamchef Manfred Pfaff den besten Eintracht-Akteur, der mit einem Sieg über Mateusz Kaszuba für den ersten Höhepunkt sorgte. Dabei gewann der Felsberger die ersten zwei Sätze jeweils mit 11:9, ehe der Pole in TSV-Dress die nächsten Durchgänge mit 11:5 und 11:6 für sich entschied – und auf der Siegerstraße schien.

„Mateusz ist noch nicht in bester Verfassung“, erkannte Pfaff und wurde bestätigt. Denn im Entscheidungssatz war Imberger wieder an Zug, führte schnell 5:1 und hatte nach 5:5- und 9:9-Ausgleich in der Endphase mit 11:9 die Nase vorn. Zuvor hatten schon Imberger/Zimmermann im Doppel trotz der 2:3 (11:7, 8:11, 11:13, 13:11, 5:11)-Niederlage gegen Kaszuba/Blumhardt einen guten Eindruck hinterlassen. In den beiden übrigen Doppel-Partien blieben die Eintracht-Duos Hoyer/Engel (0:3 gegen Wasik/Pfaff) und Leis/Jung (0:3 gegen Beck/Beinhauer) ohne Satzgewinn, obwohl Letztere mit 10:12 und 14:16 zweimal zahlreiche Möglichkeiten dazu gehabt hätten. Kapitän Thilo Leis hielt sich dafür im Einzel schadlos, als er TSV-Ersatzmann Moritz Beinhauer mit 3:0 (11:9, 14:12,11:4) in die Schranken wies und damit den zweiten Zähler für sein ersatzgeschwächt antretendes Team (ohne Heimel und Ebert) verbuchte. Felsbergs Nachrücker Mario Engel bekam beim 0:3 (3:11,7:11,4:11) gegen Routinier Peter Beck, der mit ausgefeilten Aufschlägen und schnellen Topspins dominierte, wenig Möglichkeiten zur Gegenwehr.

Auf Besser Seite ragte, nicht nur wegen seiner Körpergröße, Petr Wasik heraus. Der frischgebackene Ehemann setzte sich zunächst sicher mit 3:0 (11:1, 15:13, 11:9) gegen den etwas schwer in Tritt kommenden Andy Zimmermann durch. Und der Tscheche hatte auch später beim Dreisatz-Sieg gegen Imberger das Match jederzeit im Griff. Die Duelle im mittleren Paarkreuz entschieden Stas Blumhardt mit 3:0 gegen Thomas Jung und Sebastian Pfaff ebenfalls in drei Sätzen gegen Alexander Hoyer für die Edermünder. Den Schlusspunkt setzte Kaszuba, der sich auch gegen Andy Zimmermann trotz eines 3:0-Sieges mächtig strecken musste. Denn im zweiten Durchgang ließ sein Kontrahent drei Satzbälle liegen. Zimmermanns-Fazit: „Vielleicht hätten wir in Bestbesetzung das Derby enger halten können.“

Von Reinhold Döring

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