Warum Tischtennis-Bezirksoberligist Altenbrunslar/Wolfershausen so stark ist

Der Blick geht nach oben: Nicolai Weigel (links) und Michael Dittmar vom TTV Altenbrunslar-Wolfershausen. Foto: Kasiewicz

Felsberg. Damit war nicht zu rechnen. Der TTV Altenbrunslar/Wolfershausen steht mit 20:4-Punkten als Herbstmeister an der Tabellenspitze der Tischtennis-Bezirksoberliga. Der Verein aus den Felsberger Stadtteilen ist dadurch hinter dem TSV Besse und Eintracht Felsberg zur dritten Kraft im Schwalm-Eder-Kreis geworden.

Die Aufholjagd

„Vor der Saison hatten wir uns bestenfalls im oberen Mittelfeld gesehen“, gesteht TTV-Kapitän Michael Dittmar. Was der missglückte Auftakt (6:9 in Richelsdorf) zu bestätigen schien. Dann aber rollten die Edertaler das Feld von hinten auf. Lediglich eine weitere Auswärtsniederlage (4:9 in Ermschwerd) unterbrach den Siegeszug. Der große Coup: mit 9:7 wurde Spitzenreiter Albungen in dessen Halle gestürzt. Und einen Tag später mit dem Sieg beim TTC Lax II die Herbstmeisterschaft gefeiert.

Die Geschlossenheit

Einen Schwachpunkt gibt es im TTV-Team nicht. Jedoch zwei herausragende Einzelspieler. Allen voran Top-Akteur Philipp Tonn mit einer 17:7-Bilanz und Michael Dittmar mit 16:4-Siegen im zweiten Paarkreuz. Ebenso schnitten dahinter Ulrich Most (10:6), Nicolai Weigel (8:7) und „Joker“ Jörg Dittmar (4:2) positiv ab. Auch die Nummer zwei Thomas Dardat (9:13) und Manuel Aina (9:12) erkämpften wichtige Zähler. Die Heimstärke

Mit insgesamt 27:12-Siegen bauen die Brunslarer auf die beste Gesamt-Doppelbilanz der Liga und stellen mit Tonn/Dardat auch das einzige ungeschlagene Duo (14:0). Ein weiterer Mosaikstein des Erfolges sind die Zuschauer, die in der Neuenbrunslarer Sporthalle zahlreich unterstützten. Das TTV-Sextett dankte es mit einer makellosen 12:0-Heimbilanz. Auch zu den Auswärtsspielen reisten immer Fans mit.

Die Erfahrung

Die Erfahrungen aus der einjährigen Stippvisite in der Verbandsliga-Saison 2012/13 und das höhere spielerische Niveau wirken noch nach und werden in die Waagschale geworfen. Dittmar bekräftigt: „Mit Sicherheit ist niemand von uns in diesem Jahr schlechter geworden ist.“

Der Ausblick

TTC Albungen und TTC Lüdersdorf (beide je einen Zähler zurück) sind die ärgsten Verfolger. TuS Weißenborn (sieben Minuspunkte) ist noch auf Schlagdistanz. Dahinter lauert der für die Rückrunde mit einem neuen Spitzenspieler aus Polen verstärkte SV Ermschwerd. Der Rückrunden-Wunschzettel sieht so aus: ohne Verletzungsprobleme bleiben und das Leistungsniveau halten. „Sollten wir am Ende der Saison den sportlichen Aufstieg schaffen, würden wir diesen wahrscheinlich wahrnehmen“, hätte Michael Dittmar nichts dagegen, erneut Verbandsliga-Luft zu schnuppern.

Von Reinhold Döring

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