Turnier in Polen abgebrochen, Pause im Titelrennen der 2. Bundesliga

Coronavirus bremst Tischtennis-Profi Nils Hohmeier aus

+
Den Ball im Blick (und vor der Stirn): Tischtennis-Profi Nils Hohmeier trainiert derzeit in Echte.

Echte – Mit einem Auswärtssieg gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft in der 2. Bundesliga, 1. FSV Mainz 05, wollte Nils Hohmeier am Sonntag einen großen Schritt in Richtung Titelgewinn unternehmen. Der Tischtennis-Profi aus Echte trat mit seinem neuen Verein TTC OE Bad Homburg jedoch nicht bei den Mainzelmännchen an. Der Grund: Zunächst bis einschließlich zum 17. April dürfen aufgrund des Coronavirus keine Spiele ausgetragen werden.

Diese Entscheidung hatte das Präsidium des Deutschen Tischtennisbundes (DTTB) kundgetan. „Ich kann das absolut nachvollziehen“, sagte der 22-Jährige.

Drei Tage zuvor war Hohmeier noch bei den mit 40 000 US-Dollar dotierten Polish Open in Gleiwitz am Start gewesen. Mit zwei Siegen gegen Ihor Zavadyski (Ukraine) und Cristian Chirita (Rumänien) hatte sich der Wahl-Düsseldorfer als Gruppenerster für das Hauptfeld qualifiziert. Doch zur ersten Partie kam es dort nicht mehr. Im Anschluss an den zweiten Qualitag entschloss sich der polnische Verband dazu, das Turnier abzusagen.

DTTB-Sportdirektor Richard Prause informierte Hohmeier in der Nacht um 0.30 Uhr über die Entscheidung. Vier Stunden später saß der Zweitligaspieler bereits im Taxi. Schließlich ging um 6.45 Uhr schon der Flieger nach Dortmund. „Ich wollte so schnell wie möglich wieder nach Deutschland. Wer wusste zum damaligen Zeitpunkt schon, ob nicht auch noch ein Ausreiseverbot verhängt wird.“ Hohmeier hätte nur allzu gern in Polen weitergespielt, „denn ich war sehr gut in Form. Auch meinen nächsten Gegner hatte ich bereits analysiert.“

Wie geht es nun weiter? Da das Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf seit Montag geschlossen ist, befindet sich Nils Hohmeier bei seiner Familie in Echte. Mit einem Ballroboter wird im Keller trainiert. Außerdem stehen viele Läufe in der freien Natur und Übungen zur Stabilisierung auf dem Programm. Wann der Alltag wieder einkehrt, ist ungewiss. Vier Partien haben Hohmeier & Co in der 2. Bundesliga noch auszutragen. „Wir müssen geduldig sein und abwarten.“ Finanzielle Einbußen hat der Profi aufgrund der ungewollten Zwangspause nicht.  yms

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.