9:7 in der Tischtennis-Verbandsliga

Durchatmen beim SV Ermschwerd nach dem Zittersieg

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Emotionen pur: Christoph Heidrich vom SV Ermschwerd freut sich über sein gewonnenes Einzel.

Ermschwerd - Bei den entscheidenden Ballwechseln im Schlussdoppel hätte man eine Stecknadel in der Ermschwerder Spielstätte fallen hören. Mucksmäuschenstill verfolgten die Anhänger des Tischtennis-Verbandsligisten SV Ermschwerd den Schlagabtausch der beiden Top-Spieler Dusan Snasel und Jiri Tomaniec gegen TTV Weiterodes Asse Mario Oeste/Simon Wetterau.

Dann war es vollbracht und im Lager der Gastgeber wurde tief durchgeatmet. In vier Sätzen siegten die beiden Tschechen, und der hart erkämpfte 9:7-Erfolg war unter Dach und Fach. „Entscheidend war heute unsere mannschaftliche Geschlossenheit. Ohne die Punkte in allen drei Paarkreuzen hätte es nicht gereicht“, bilanzierte Snasel eine außergewöhnlich spannende Begegnung mit hohem Unterhaltungswert.

Vorher hatte Snasel selbst seine dritte Saisonniederlage gegen Weiterodes Nummer eins Mario Oeste kassiert, der mit seinen blitzschnellen Returns immer wieder für ein Raunen unter den Besuchern sorgte. „Nur Westernheld Wyatt Earp schießt schneller aus der Hüfte als der Oeste“, machte es unter den staunenden Zuschauern die Runde, nachdem der in vier Sätzen triumphiert hatte.

Es war ein großartiges Spiel zweier Teams auf Augenhöhe, obwohl die Ermschwerder schon mit 6:1 geführt hatten. „Dieses Zwischenergebnis war trügerisch, den unser Gegner hat uns von Anfang an alles abverlangt“, erklärte Michael Wiesendorf später.

Und seine Mannschaft hatte auch einige Male das Glück auf ihrer Seite, setzte sich in allen fünf bestrittenen Vergleichen über fünf Sätze durch, wobei Wiesendorf selbst seinen Rivalen Christian Meise nach großartigem Einsatz nur hauchdünn mit 11:9 bei der Entscheidung in Schach hielt.

Das Zittern ging beim Tabellenzweiten schon in den Eingangsdoppeln um, denn sowohl Snasel/Tomaniec als auch Christoph Heidrich und Jonas Blum lagen gegen ihre Gegner schon mit 0:2 nach Sätzen hinten, drehten den Spieß unter dem Jubel der Zuschauer aber noch um.

Auch nichts für Beobachter mit schwachen Nerven war der Schlagabtausch zwischen Tomaniec und Oeste. Gleich drei Matchbälle vergab Ermschwerds Nummer zwei im vierten Satz, um dann in Durchgang fünf doch mit 11:7 zu triumphieren. „Es war hart, richtig schwer sogar“, sagte der Sieger, der zusammen mit Landsmann Snasel beide Doppel und auch beide Einzel für sich entschied.

Und noch einer hatte im Ermschwerder Team am vergangenen Samstag seinen großen Tag: Christoph Heidrich. Im zweiten Einzel hatten ihm nur wenige einen Erfolg gegen den ganz starken Youngster Simon Wetterau zugetraut, doch Heidrich hatte seine Nerven fast immer im Griff, dabei besonders im fünften Satz, den er klar mit 11:4 gewann.

Punkte Ermschwerd: Snasel/Tomaniec (2), Heidrich/Blum (1), Snasel (1), Tomaniec (2), Blessmann (1), Wiesendorf (1), Heidrich (1).  eki

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