Jetzt auch mit Holger Ebert

Fußballer, Bürgermeister und Coup: TSV Gilsatal ist im Tischtennis auf Klettertour

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Alle Achtung: (von links) Mario Heinmöller, Claus Heideroth, Frank Schultz, Malte Zinn, Andreas Beier, Stefan Böth, Dr. Philipp Rottwilm und (auf der Platte) Neuzugang Holger Ebert wollen mit dem TSV Gilsatal im Tischtennis nach oben klettern. 

Die Tischtennisspieler des TSV Gilsatal sind auf dem Weg nach oben. Erstes Ziel ihrer Klettertour: Aufstieg in die Bezirksliga. Dafür ist die Herbstmeisterschaft in der Tischtennis-Bezirksklasse Gruppe 7 eine gute Basis.

Dank ehemaligen Top-Fußballern, der Hilfe des Bürgermeisters und jetzt auch von Holger Ebert. Mit dessen Verpflichtung aus dem Felsberger-Verbandsliga-Team gelang ein Überraschungs-Coup, der den Weg zum Titelgewinn ebnen soll. Denn der 58-jährige Borkener Schulhausverwalter kennt sich in höheren Regionen bestens aus. Spielte er doch einst für RW Gombeth und später für Eintracht Felsberg in Ober- und Hessenliga. Und kommt hoch motiviert.

„Nach 46 Jahren habe ich immer noch Spaß am Tischtennis, brauche aber jetzt noch mal eine neue Herausforderung“, erklärt Ebert, der seinem neuen Verein familiär eng verbunden ist. Die Schwiegereltern wohnen im Ort, seine Frau Stefanie und Schwager Frank Schultz spielen im Verein. „ Ich habe das Gefühl, es passt gut und ich kann hier mit langjährigen guten Kumpels was Sinnvolles bewegen.“

Bürgermeister mit Top-Bilanz

In einer 1988 gegründeten Tischtennis-Abteilung, die derzeit drei Herren- und eine Damenmannschaft im Spielbetrieb hat, wobei einige Damen mit Bezirksliga-Erfahrung inzwischen in die Männermannschaften integriert wurden. Und wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass der Zusammenhalt im Verein stimmt, dann liefert ihn der Neuentaler Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm. Denn der greift selbst im unteren Paarkreuz der „Ersten“, neben dem immer stärker agierenden Ex-Riebelsdorfer Malte Zinn, für den TSV zum Schläger. Als Joker mit 5:0-Bilanz auch noch überaus erfolgreich.

„Er hilft uns, soweit es sein enger Terminkalender erlaubt, kann aber nur selten trainieren “, erläutert Team-Manager Heideroth. Der – wie Ebert es ausdrückt - den Laden zusammenhält. Aber nun uneigennützig in die „Zweite“ rückt, um Platz für den neuen Spitzenmann zu schaffen, aber auch, um dort eine Lücke zu schließen.

Mit Böth, Schultz und Heideroth

Entscheidenden Anteil am jüngsten Aufstieg aus der Kreisliga in die Bezirksklasse hatte Andreas Beier, der während der Saison 2018/19 als Top-Akteur vom Nachbarn TuS Zimmersrode kam. In ein ehrgeiziges Team um den bisher an Position zwei agierenden Abteilungsleiter Mario Heinmöller, das weiteres Potenzial besitzt. Und sehr trainingsfleißig ist. So zahlt sich aus, dass zwischenzeitlich immer mal wieder intensive Trainingseinheiten mit dem speziell dafür verpflichteten Trainer Ola Einarsson durchgeführt wurden.

Mit dabei auch drei ehemalige sehr erfolgreiche Gilsaer Fußballer und Trainer: Stefan Böth und Frank Schultz als Ex-Oberliga-Spieler in Neukirchen, Lohfelden und Schwalmstadt sowie Claus Heideroth. Die alle vom runden Leder auf die kleinere Plastik-Kugel umgestiegen. Und diese inzwischen toll beherrschen, was ihre positiven Leistungszahlen und Einarssons Lob („charakterstarke und sehr engagierte Sportler“) bestätigen.

Eigenschaften, die den Gilsatalern helfen könnten, in der Rückrunde die Vorschusslorbeeren in Realität zu verwandeln. Noch liegt der TuSpo Ziegenhain mit 15:3-Zählern gleichauf. „Die Entscheidung wird wohl im direkten Duell fallen und das dürfte in Schwalmstadt richtig eng werden“, warnt TSV-Kapitän Claus Heideroth angesichts der 4:9-Hinspielniederlage. Die erste Hürde mit dem neuen Ass Holger Ebert müssen die früheren Fußballer, der Bürgermeister und deren Kumpels in Riebelsdorf am 24. Januar in Angriff nehmen.

VON REINHOLD DÖRING

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