Tischtennis-Damen des SC Niestetal gelingt Durchmarsch in 3. Liga - ohne Trainer

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Sie haben als Vizemeister den Aufstieg in die dritte Liga geschafft: (von unten nach oben): Linglan He, Janina Ciepluch, Sophia Klee, Ekaterina Moor, Katharina Morbitzer.

Niestetal. So einfach ist das also. „Wir trainieren uns eigentlich selbst. Einen Trainer haben wir nicht“, sagt Katharina Morbitzer. Und der Erfolg gibt den Spielerinnen des SC Niestetal recht.

Denn in der ersten Saison nach dem Aufstieg in die Tischtennis-Regionalliga West starteten sie durch und schafften als Vizemeister den Sprung in die 3. Bundesliga Nord.

„Es war eine Riesenfreude für uns, weil der Aufstieg ja unser Ziel war. Noch im Februar sah es nach der Heimniederlage gegen Annen gar nicht so aus, als würde es klappen“, erklärt Morbitzer. Danach aber legten die Niestetalerinnen umso mehr los und ließen nichts mehr anbrennen. Sogar beim souveränen Meister SV DJK Holzbüttgen triumphierten sie klar mit 8:3 und lagen nach dem 8:0 im abschließenden Match in Langstadt um einen Punkt vor Verfolger Annen.

Die Herausforderung 3. Bundesliga nimmt der SCN gern an, obwohl er dabei auf Sophia Klee verzichten muss. Das große Talent wechselt bekanntlich zu Erstligist Tus Bad Driburg. Darüber hinaus bleibt der Kader, dem außerdem noch Ekaterina Moor, Janina Ciepluch, Linglan He und Julia Klee angehören, komplett zusammen. Unklar ist noch, wann Moor nach ihrer Babypause zurückkommt.

Auch der bisher einzige Niestetaler Neuzugang wird in Kürze Mutter und steht womöglich nicht von Saisonbeginn an zur Verfügung. Es handelt sich um die seit zehn Jahren in Kassel lebende gebürtige Ukrainerin Tetyana „Tanja“ Maksimenko, die bisher für Zweitligist DJK Offenburg spielte.

„Eine Frustsaison am Tabellenende wollen wir nicht erleben“, sagt der Vorsitzende Peter Schumann und ergänzt: „Wir möchten die Mannschaft so ausstatten, dass sie im Mittelfeld mitspielen kann.“ Bis zum Ende der Wechselfrist am 31. Mai hat der Verein Zeit, noch einmal fündig zu werden. In finanzielle Abenteuer wird sich der Aufsteiger allerdings nicht stürzen.

Vorfreude herrscht beim SC Niestetal auch auf die Derbys gegen die KSV Auedamm. Dass sie in der 3. Bundesliga auch auf den Nachbarn KSV Auedamm treffen, passt den Niestetalerinnen gut ins Konzept.

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