Fragen und Antworten zum Tischtennis-Verbandsligaderby zwischen dem SV Ermschwerd und Albungen

9:6 – SVE gewinnt vor 150 Fans

Witzenhausen. Dieses mitreißende Derby hat keinen Sieger verdient – da waren sich die rund 150 Zuschauer in der Witzenhäuser Großsporthalle einig. Und doch war es Michael Tusch, der im Tischtennis-Verbandsligaderby zwischen dem SV Ermschwerd und dem TTC Albungen seinen Ermschwerdern den 9:6-Sieg bescherte und die Halle zum Überkochen brachte. Außgerechnet Tusch, der nach sechs Pleiten in Folge seinen ersten Saisonsieg einfuhr.

Wir beantworten die Fragen zum Duell der beiden ranghöchsten Teams des Kreises:

? Wieso hat sich der SV Ermschwerd durchgesetzt?

! Weil sie zwei Akteure in ihren Reihen hatten, die in dieser Form in dieser Klasse nicht zu besiegen sind: die ausländischen Spitzenspieler Habibie Wahid und Petr Vicherek. Der indonesische Nationalspieler und der Ex-Regionalligaspieler aus Tschechien holten zusammen fünf der neun Zähler. Das war mehr als die halbe Miete. Die Albunger Stefan Börner und Nico Beck zeigten ihr bestes Tischtennis und spielten groß auf – bei Wahid gegen Börner stand es bei 1:1 in Sätzen 9:9, ehe sich Wahid durchsetzte –, doch die Ausnahmespieler hielten dem Druck des Gewinnen-Müssens vor neuer Kreis-Rekordkulisse stand.

? Hatte Albungen eine Chance, das Spiel zu gewinnen?

! Ja, denn sie überzeugten im Kollektiv. Angeführt von einem in Topform spielenden Kalle Simon, der Heiko Blessmann und Michael Wiesendorf null Chance ließ, steuerte jeder Akteur Punkte bei. Allerdings war nur Simon zweimal erfolgreich, was letztlich zu wenig war.

Dennoch hielt der Gast bis zum 6:6 gut mit, als bei Ermschwerd neben Wahid und Vicherek (fünf Punkte) nur Wiesendorf gegen Hohmann gewann. Dann aber riss der Albunger Faden und bei den Gastgebern spielten Blessmann, Heidrich und Tusch groß auf, machten ihre Niederlagen im ersten Einzel wett und sorgten für den viel umjubelten Sieg ihres Teams.

? Wie war die Atmosphäre in diesem Kreisderby?

! Besser ging’s kaum. Die Halle war pickepackevoll, die Spieler pflegten einen freundschaftlichen Umgang miteinander und die Stimmung der mitfiebernden Zuschauer war außergewöhnlich. Beide Fan-Lager überboten sich im Applaudieren, die Albunger Schlachtenbummler hatten wie gewohnt Trommeln und Ratschen dabei. Tischtennis-Kenner wissen: eine solche Atmosphäre gibt es bundesweit wohl nur in den Bundesligen. Oder eben bei diesem Duell. Ein Beleg für den Umgang war die Tatsache, dass viele Ermschwerder den Albungern zu ihrem großen Kampf gratulierten.

SVE-Abteilungsleiter Alfred Niemeier: „Das ist ein einzigartiges Tischtennis-Highlight in der gesamten Region.“ Der Aufwand der Gastgeber, die extra aus ihrem kleinen Spiellokal in die Großsporthalle umzogen, lohnte sich.

? Wie geht’s jetzt weiter für die beiden Mannschaften?

!Albungen, jetzt Drittletzter, muss am Wochenende zu Hause gegen Lüdersdorf punkten, um sich Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Ermschwerd ist weiter voll im Soll und will sich nach einem Sieg gegen Richtsberg weiter ganz oben festsetzen. (red)

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