Glücklose Weiteröder verpassen in der Relegation den Aufstieg

Auch Christian Hansmann kämpfte vergebens: Er durfte sich beim 1:9 in Kassel aber immerhin darüber freuen, dem starken Matej Urbanek einen Satz abgenommen zu haben. Foto: Walger

Kassel. Die Tür zur Hessenliga bleibt dem TTV nach der 1:9-Niederlage bei der SVH Kassel II verschlossen.

„Geschichte wiederholt sich leider doch nicht“, kommentiert Michael Biedebach das bittere Ende aller Traäume. Vor fünf Jahren war sein Verein, der TTV Weiterode, letztmals in die Tischtennis-Hessenliga aufgestiegen. Durch einen Sieg über die SVH Kassel.

Dieses Kunststück sollte am Samstag erneut gelingen - im Aufstiegs-Relegationsspiel bei der SVH Kassel II. Doch das ging gründlich daneben. Bei der favorisierten SVH-Reserve setzte es eine frustrierende 1:9-Niederlage. Die Kasseler dürfen damit in der Hessenliga bleiben, die Weiteröder gehen wie bisher in der Verbandsliga an den Start.

1:9 - damit hatten wohl selbst die größten Pessimisten im Weiteröder Lager nicht gerechnet. Doch in dieser Partie lief von Beginn alles gegen den TTV. In den Doppeln wollten die Gäste den Grundstein zum Erfolg legen. Dass dies ein durchaus realistisches Vorhaben war, zeigte sich bald. Denn alle drei Weiteröder Duos lagen nach drei Sätzen 2:1 vorne. Bernhard Wetterau/Marco Zobel hatten gegen die starken Matej Urbanek und Klaus Scherb die ersten beiden Durchgänge mit 11:3 und 11:8 für sich entschieden und unterlagen schließlich im fünften Durchgang in der Verlängerung knapp mit 10:12.

Ähnlich der Verlauf am Nachbartisch. Auch Mario Oeste/Christian Hansmann mussten in den Entscheidungssatz und verloren diesen erst in der Verlängerung mit 11:13.

Michael Biedebach und Niklas Schubert hatten Björn Sorger und Daniel Rienitz am Rande einer Niederlage. Doch statt nach dem 11:7 und 12:10 auch den dritten Satz und damit das Match zu gewinnen, unterlagen sie unglücklich mit 9:11. Danach mussten sie ihren Kontrahenten mit 8:11, 5:11 noch den Vortritt lassen. In den Einzeln sollten Biedebach und Schubert gegen Rienitz und Sorger sogar ohne Satzgewinn bleiben.

Beim Stand von 3:0 für Kassel verkürzte Weiterodes Ass Mario Oeste. Er bezwang Kassels Nummer 2, Maximilian Foehl, glatt mit 11:9, 11:6, 11:7. Aufkeimende Weiteröder Hoffnungen wurden aber schnell zerstört - Oestes Punktgewinn sollte der einzige für die Gäste bleiben.

Denn das Relegationsspiel ging nach dem gleichen Muster weiter: Fast alle engen Sätze holten sich die Kasseler. Wetterau unterlag Jeschik 11:9, 10:12, 9:11, 8:11. Zobel zog gegen Routinier Scherb mit 13:15, 7:11, 11:9, 9:11 den Kürzeren. Und Oeste war gegen Urbanek im fast schon bedeutungslosen letzten Einzel beim 0:3 auch nicht gerade vom Glück verfolgt: Die Sätze zwei und drei gingen jeweils mit 11:9 an die Kasseler Nummer 1.

Da nicht davon auszugehen ist, dass sich Teams freiwillig aus der Hessenliga zurückziehen werden, sodass die Weitöder nachrücken könnten, planen sie für eine weitere Saison in der Verbandsliga.

Von Thomas Walger

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