Meister in der Tischtennis-Verbandsliga

Großer Traum des SV Ermschwerd wird wahr

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Mitfiebernde Fans: Eine tolle Unterstützung hatten die Ermschwerder Spieler in Ihringshausen.

Ihringshausen - Die Stimmung in der Sporthalle des TSV Ihringshausen war Wahnsinn, für heimische Tischtennis-Verhältnisse sogar bombastisch. Und die Nerven der 50 mitgereisten Fans des SV Ermschwerd lagen blank, waren mitunter zum Zerreißen gespannt. Doch dann schrieb der SVE am 13. April 2019 Tischtennis-Vereinsgeschichte. Dusan Snasel, Jiri Tomaniec, Heiko Blessmann, Michael Wiesendorf, Christoph Heidrich und Jonas Blum erklommen den Olymp und steigen nach dem 9:7-Triumph als Verbandsliga-Meister in die Hessenliga auf.

Dramatisches Finale

„Geil, einfach nur supergeil“, sagte ein glücklicher Jonas Blum nach dem dramatischen Finale. In der Endphase des fünften Satzes im Schlussdoppel zwischen Snasel/Tomaniec und J. Wollenhaupt/Drexler hätte man eine Stecknadel vor den entscheidenden Ballwechseln in der Sporthalle fallen hören, und dann plumpsten nach dem 11:9-Triumph der beiden Tschechen im fünften, entscheidenden Satz die Steine von den Herzen. Frenetischer Jubel setzte nach dem Netzroller von Dusan Snasel aber erst mit Verzögerung ein.

Die Stars

Absolute Stars gibt es im Ermschwerder Team in den zurückliegenden Wochen nicht (mehr). Im Gipfeltreffen vor einer Woche gegen Breitenbach rissen Christoph Heidrich und Jonas Blum die Partie im hinteren Paarkreuz aus dem Feuer, nun waren Snasel, Tomaniec, Blessmann und Wiesendorf vorn und in der Mitte dran. Snasel und Blessmann punkteten zweimal, Tomaniec und Wiesendorf einmal. Dazu gab es mächtig erkämpfte Zähler im Doppel durch Snasel/Tomaniec (2) und von Christoph Heidrich und Jonas Blum (1) alle jeweils in fünf Sätzen.

Großartige Gegner

Zweifelsohne gebührt auch dem Gegner aus Ihringshausen ein großes Kompliment. „Die haben uns wirklich nichts geschenkt und sich im Sinne des Sports den allergrößten Respekt verdient“, erklärten Dusan Snasel und Michael Wiesendorf später. Lobenswert war auch der freundschaftliche Umgang aller Akteure miteinander.

Der Abschluss

Minuten nach dem Ermschwerder Meisterstück wurde der Marburger Überraschungssieg in Breitenbach bekannt. Der hätte die Ermschwerder auch ohne Triumph zum Champion gemacht, doch das war den SVE-Helden am Ende piepegal. „Wir haben es aus eigener Kraft geschafft und werden nun richtig feiern“, versprach Christoph Heidrich.

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