Hessenliga: Edermünder feiern Herbstmeisterschaft nach 9:4 im Schlagerspiel

Gut, besser - TSV Besse

Lieferte eine Galavorstellung ab: Angriffswirbelwind Mateusz Kaszuba, der mit dem TSV Besse ganz souverän das Spitzenspiel gegen Mittelbuchen für sich entschied. Foto: Kasiewicz

Edermünde. Der Herbstmeister der Tischtennis-Hessenliga heißt TSV Besse. Mit einem 9:4-Sieg gegen Verfolger SV Mittelbuchen verteidigten die Edermünder souverän die Spitzenposition.

Einen Sieg im Gipfeltreffen hatten die Edermünder erhofft, dass er so deutlich ausfallen würde, nicht erwartet. Und es hätte noch schlimmer kommen können für den Tabellenzweiten aus dem Hanauer Stadtteil, wenn Petr Wasik in seinem zweiten Einzel gegen seinen tschechischen Landsmann Lukas Soucek nicht seine zweite Saisonniederlage kassiert hätte. Die unerwartet kam, denn der TSV-Top-Akteur führte mit 2:1-Sätzen und konnte es sich sogar im dritten Durchgang bei 10:0-Führung leisten, seinem unterlegenen Landsmann, sportlich fair, einen Ehren-Punkt zu schenken. Als dann die Zuschauer in der gut gefüllten Mehrzweckhalle einen glatten Vier-Satz-Sieg erwarteten, trat das Gegenteil ein: Wasik verlor noch mit 2:3 (12:14, 5:11).

Womit der gute Eindruck seines hart erkämpften 3:2-Sieg gegen den exzellent verteidigenden Rick Burkard etwas verwischt wurde. „Es war schon unglaublich, was Mittelbuchens Abwehrspezialist alles zurückgeholt hat“, staunte Besses Teamchef Manfred Pfaff, strahlte aber auch über die Galavorstellung seiner Nummer zwei Mateusz Kaszuba. Der polnische Angriffswirbelwind fegte zuerst über Lukas Soucek mit 3:1 (12:10, 11:3, 10:12, 11:5) hinweg und demonstrierte eindrucksvoll beim 3:1 (9:11, 11:8, 11:7, 11:3) gegen Burkard, dass er sich bestens auf Defensiv-Künstler einstellen kann.

Doppelvorteile durch Siege von Wasik/Pfaff und Mottl/Beck, überzeugende Auftritte der beiden Verbandsliga-Nachrücker Petr Mottl (3:2 gegen Olaf Beller) und Jan Kubat (3:1 gegen Fabian Sandig) sowie ein 3:2-Erfolg von Sebastian Pfaff gegen Nico Nowigk brachten dem TSV eine beruhigende 7:2-Führung nach dem ersten Durchgang. In dem kassierte nur Peter Beck eine 1:3-Einzelniederlage, seine erste in dieser Saison, gegen Nasratullah Nuri.

Doch Becks großer Auftritt sollte noch kommen. Und zwar, als auch Pfaff mit 1:3 gegen Nuri verloren hatte und das Gäste-Sextett bei 4:8-Rückstand Morgenluft witterte. Im Duell zweier Ex-Zweitligaspieler lag der Routinier gegen Nowigk im entscheidenden Satz, nach 4:1-Führung und Rückenproblemen seines Kontrahenten, plötzlich mit 5:9 hinten.

„Eine schwierige Situation, er hat wenig gemacht und das war nicht gut für mich“, war Beck froh, dass er spät, aber nicht zu spät, wieder in die Erfolgsspur fand, diesen Satz mit 13:11 umbiegen und damit den Coup perfekt machen konnte. Sehr zur Freude vom mitfiebernden Manfred Pfaff: „Das war, trotz des Fehlens von Stas Blumhardt, eine geschlossene Mannschaftsleistung. Jetzt können wir die Rückrunde zuversichtlich in Angriff nehmen.“

Von Reinhold Döring

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