Zwei Hersfelder sind erneut „Weltmeister“ im TiBiDa – Fragen und Antworten

Duo mit gutem Händchen

Ein starkes Team: Jörn Hannes-Hühn (links) und Mike Walther sind zum zweiten Mal Weltmeister im TiBiDa geworden. Foto: nh

Bad hersfeld. Sechster Start – zweiter Titel: Die Hersfelder Jörn Hannes-Hühn und Mike Walther sind zum zweiten Mal nach 2011 Weltmeister im TiBiDa geworden. TiBiDa? Was es mit dieser seltsam klingenden Sportart sowie dem „Weltmeister“-Titel auf sich hat, erklären wir in diesem Artikel.

? TiBiDa – was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Namens-Ungetüm?

!TiBiDa steht für Tischtennis, Billard und Dart. Es ist sozusagen ein Triathlon aus diesen Sportarten. Den Titel gewinnt das Doppel, das in der Addition aller drei Wettbewerbe, die in Vor- und Endrunde absolviert werden, das beste Ergebnis erzielt.

? Wo und seit wann findet diese TiBiDa-WM statt?

!Seit 2005 wird das Turnier als inoffizielle WM in Leipzig ausgetragen. Jörn Hannes-Hühn und Mike Walther gehen seit ihrer Premiere 2011 regelmäßig an den Start. Und so handhaben es wohl auch zahlreiche Konkurrenten. Die beiden Hersfelder berichten jedenfalls von vielen bekannten Gesichtern und guter Stimmung. Fast alle Teilnehmer kommen übrigens aus Deutschland.

? Wie viele Zweierteams haben diesmal teilgenommen?

!„Es sind immer so um die 60 Teams, die in Leipzig an den Start gehen“, erzählt Mike Walther. Die Sportler seien etwa zwischen 20 und 60 Jahre alt. Je jünger, desto weniger Chancen hätten die Teams aber auf eine wirklich gute Platzierung, haben die beiden 40-Jährigen festgestellt. Hannes-Hühn: „Man braucht schon ein gewisses Alter und etwa Erfahrung, um in allen drei Sportarten eine gewisse Qualität zu haben.“

? Wo liegen die Stärken der beiden Hersfelder?

!Wer die beiden kennt und zudem aufmerksam Zeitung liest, weiß es: Beide kommen vom Tischtennis (TTC Lax), spielen zudem für den SV Kathus gemeinsam Tennis. Hannes-Hühn ist zudem ein ausgezeichneter Snooker-Spieler. Das Darten führen sie als ihre Schwachstelle an, obwohl „Jörn diesmal echt stark war“, wie Walther berichtet. Sein Partner bezeichnet ihn im Gegenzug als „ambitionierten Freizeitdarter“.

? Wie lief der Wettkampf diesmal?

!Anfangs überhaupt nicht gut. Nach zwei Siegen und fünf Niederlagen wären die beiden nach dem Darten beinahe ausgeschieden. „Das war haarscharf“, gibt Hannes-Hühn zu. Und Walther ergänzt: „Aber wir beide sind ehrgeizig und können uns motivieren und kämpfen.“ Und das taten sie. Jeweils als Gruppenerster marschierten die beiden durch die Tischtennis- und Billard-Konkurrenz in die Endrunde.

? Was gab den Ausschlag für den Titelgewinn?

!Die Vielseitigkeit der beiden Hersfelder. Vierter im Dart, Sechster im Billard und Dritter – nach hauchdünn verlorenem Halbfinale – im Tischtennis. Das reichte in der Endrunde mit ordentlichem Vorsprung für den Sieg. „Der Zweite ist in der Addition der erreichten Plätze auf 18 gekommen“, sagt Walther, die Hersfelder lagen mit 13 um fünf Ränge besser.

? Gab es eine Siegprämie?

!Ja, eine kleine. 300 Euro reichten am Ende, um die Kosten für Hotel und Benzin größtenteils zu decken.

? Wie haben die Weltmeister ihren Titel gefeiert?

!So richtig rücken Hannes-Hühn und Walther nicht mit der Sprache heraus. Weil ja am selben Abend noch die Rückfahrt mit dem eigenen Auto anstand, war eine Sause in Leipzig jedenfalls nicht drin.

Von Sascha Herrmann

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