Tischtennis: In der Oberliga setzten Mannschaften auf ausländische Spieler, nur der TTC macht es anders

Hofgeismar ist die Ausnahme

Der Kapitän: Tobias Knittel ist mit 31 Jahren der Senior im Team. Als Hofgeismarer ist er in Nordhessen zu Hause – wie fast alle TTC-Spieler. Archiv-Fotos: mrß

Hofgeismar. Vier Jahre, nachdem das damals zweijährige Abenteuer Oberliga zu Ende ging, startet der Tischtennisclub Hofgeismar an diesem Wochenende erneut in die nunmehr höchste hessische Liga. Man kann hier nur positiv überraschen und hofft, mit dem vorhandenen Teamspirit Mitaufsteiger Elz und den letztjährigen Tabellen-Neunten Münster hinter sich zu lassen.

Punktegarant

Der aus dem polnischen Danzig stammende Karol Prus-Strowski wurde vor Jahresfrist vom TTC verpflichtet und blieb, wie vorgesehen, gleich ganz in Hofgeismar. Der Linkshänder war in der Hessenligasaison 2016/17 der leistungsstärkste Akteur der Liga und blieb während der gesamten Rückrunde ungeschlagen. Auch in der selbstredend spielstärkeren Oberliga ist er mit seinem QTTR-Wert von 2270 das Maß aller Dinge.

Jung und heimisch

Alle anderen Hofgeismarer Spieler stammen entweder direkt aus Hofgeismar oder aus einem Umkreis von 30 Kilometern um die ehemalige Hessentagsstadt herum. Das unterscheidet den Klub von allen anderen neun Klubs der Liga, die sich einmal mehr mit ausländischen Spitzenspielern verstärkt haben bzw. bereits vor mehreren Jahren verstärkt hatten.

So ist der frühere Felsberger Zweitligaspieler Gao nunmehr in Braunfels unter Vertrag. Beim einzigen nordhessischen Kontrahenten des TTC, der SVH Kassel, wechselte die Besetzung der Numero eins vom Tschechen Urbanek zum Weißrussen Shamruk. Der Gießener SV „hält“ sich gleich mehrere ausländische Spitzenspieler, von denen aber nach der Wettspielordnung immer nur eins bis zwei zum Einsatz kommen können.

Kapitän ist der Senior

Hofgeismar wird weitgehend auf seinen Spielertrainer Andrzej Biziorek verzichten müssen, der aber seine Trainertätigkeit beim TTC weiterhin aufrechterhält. Für ihn wird Timo Binder nach absolviertem Studium wieder ständig zur Verfügung stehen. Mannschaftskapitän Tobias Knittel ist damit mit seinen 31 Lenzen bereits der älteste Hofgeismarer Spieler.

Spieler mit Potenzial

Dieses junge Hofgeismarer Sextett wird angesichts der sehr starken Konkurrenz nicht ohne Schrammen durch die Saison gehen können: Philipp Schröder als Numero zwei hat mit 1988 zwar den geringsten QTTR-Wert des vorderen Paarkreuzes, hat aber das Potenzial für einige Überraschungserfolge, wenn er seine noch vorhandenen Formschwankungen in den Griff bekommt.

Mario Möller und Tobias Knittel werden in der Mitte gleichfalls ganz harte Duelle ausfechten müssen, wie auch Louis Sonnabend und Timo Binder am unteren Paarkreuz.

Doppel

Ein vielleicht entscheidendes Element sind die Besetzungen und das Harmonieren der Doppel. Hauptaufgabe wird sein, für Prus-Strowski, der mit seinem Landsmann Biziorek die vergangene Hessenligasaison absolvierte, den geeigneten neuen Partner zu finden. Von einem erneut starken dritten Doppel könnte zudem ein gutes Signal am Anfang eines jeden Matches ausgehen. (zvz)

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