Tischtennis: 18-Jähriger aus Echte triumphiert mit Celler Klubkollegen bei der Jugend-Europameisterschaft

Hohmeier bejubelt Goldmedaille

Strahlende Sieger: An der Seite von Tobias Hippler (li.) gewann der 18 Jahre alte Nils Hohmeier bei der Jugend-Europameisterschaft in Zagreb die Goldmedaille im Doppel. Foto: Steinbrenner

Zagreb. Vor Freude sank Nils Hohmeier auf den Boden und riss seine Arme in die Höhe: Das Tischtennis-Nachwuchstalent aus Echte hat bei seiner fünften und altersbedingt letzten Teilnahme an einer Jugend-Europameisterschaft die Goldmedaille im Jungen-Doppel gewonnen. In Zagreb feierte Hohmeier an der Seite seines Teamkollegen beim Drittligisten TuS Celle, Tobias Hippler, einen souveränen Start-Ziel-Sieg.

Nur zwei Satzverluste

Die Kombination des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) gab während der sechs Begegnungen nur zwei Sätze ab. Einen davon beim 11:7, 6:11, 11:8 und 11:9-Erfolg im Endspiel gegen Daniele Pinto/Antonino Amato aus Italien, die fünf Tage zuvor noch sensationell den Mannschafts-Titel gewannen. „Der Sieg von Nils und Tobias ist absolut verdient“, sagte DTTB-Honorartrainer Lars Hielscher, der die Links-Rechts-Kombination in der kroatischen Hauptstadt betreute.

Für den 18-Jährigen ist es bereits die dritte Medaille bei einer EM: Vor fünf Jahren gewann Hohmeier in Kazan Gold mit der Schüler-Mannschaft, zwei Jahre später in Ostrava Silber an der Seite von Darko Jorgic aus Slowenien im Schüler-Doppel. „Das Finale damals ging nach deutlicher Führung noch knapp verloren. Deshalb ist es heute ein super Gefühl, das Endspiel gewonnen zu haben.“

Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, wenngleich Nils Hohmeier ehrlich zugibt, „dass ich an den EM-Titel im Vorfeld nicht geglaubt habe“. Aber: Bei internationalen Turnieren in dieser Saison gab es schon vier Medaillen. Neben Gold in Polen wurde jeweils Bronze in der Slowakei, in Frankreich und Ungarn gewonnen. Hinzu kommt der nationale Meistertitel in Essen. „Nils und Tobias kennen sich in- und auswendig. Das ist im Doppel sehr wichtig“, ergänzt Hielscher und nennt weitere Stärken. „Beide sind im Aufschlag-Rückschlag-Spiel sehr stark und gleichzeitig flexibel. Es ist für sie kein Problem, während der Partie kurzfristig die Taktik zu verändern.“

Einzel-Aus in dritter Runde

Doch es wurde nicht nur Doppel im Dom Sportovo gespielt. In der Einzel-Konkurrenz erreichte Nils Hohmeier nach Siegen gegen Dimitri Brunner (Schweiz/4:1) und Andrei Putuntica (Moldawien/4:3) die dritte Runde. Carlos Vedriel aus Spanien erwies sich bei der 10:12, 6:11, 7:11 sowie 7:11-Niederlage als eine Nummer zu groß. „Nils hat sich von der Körpersprache zu schnell hängen lassen“, resümierte Lars Hielscher. Hohmeier selbst gab anschließend ehrlich zu, „keine Chance gehabt zu haben“.

Auch im Mixed kam an der Seite von Caroline Hajok (MTV Tostedt) in der dritten Runde gegen die späteren Vize-Europameister Tin Tin Ho/Tomas Polansky (England/Tschechien) nach vier Sätzen das Aus. (bf)

Von Marco Steinbrenner

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