Tischtennis-Bezirksoberliga: Lüdersdorfer erringen den Titel in der Bezirksoberliga

Jubel vor erstem Aufschlag

Am Ziel: Die Tischtennisspieler des TTC Lüdersdorf steigen in die Verbandsliga auf: Das Erfolgsteam bilden (hinten von links) Timo Schröder, Nikolas Schade, Nils Rüger, Tobias Mangold sowie (vorne von links) Giuseppe Palermo und Patrick Weix. Foto: nh

Weissenborn. Nach ihrer Rückkehr vom letzten Saisonspiel haben die Lüdersdorfer Tischtennisspieler und ihre Anhänger die Nacht zum Tage gemacht und in der Lüdertalhalle die Sau rausgelassen. Dazu hatten sie ja auch allen Anlass. Denn ihr TTC darf sich ab sofort Verbandsligist nennen.

Eigentlich sollte es ja beim TuS Weißenborn ein heißes Finale um die Meisterschaft geben. Die Lüderdorfer brauchten noch einen Punkt, um den Bezirksoberliga-Titel und den direkten Aufstieg unter Dach und Fach zu bringen. Doch kurz vor dem ersten Aufschlag erreichte sie die Nachricht, dass ihr Widersacher TTV Altenbrunslar-Wolfersheim gestolpert war. Er hatte mit 6:9 in eigener Halle gegen den TTC Albungen verloren. Damit waren die Lüdersdorfer nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Die Freude darüber war groß, auch unter den knapp 50 Fans, die den TTC nach Weißenborn begleitet hatten und für eine tolle Stimmung in der Halle sorgten.

Unter diesen Umständen sei es schwierig gewesen, sich auf die letzte Aufgabe zu konzentrieren, berichtet Nikolas Schade, die Nummer 1 der Lüdersdorfer. „Aber wir wollten uns beweisen, dass wir in der Lage sind, diesen einen Punkt zu holen, der uns ja vorher noch gefehlt hatte - doch die letzte Motivation war weg.“

Als wichtige Antriebsfeder erwiesen sich jetzt die vielen mitgereisten Anhänger, die man nicht enttäuschen wollte. Außerdem ging es ja auch noch um etwas. Im Falle eines Heimsieges hätte Weißenborn vor Altenbrunslar die Aufstiegsrelegation erreicht.

Die Lüdersdorfer starteten besser. Nach den Doppeln - eigentlich die große Stärke des Gegners - lagen sie unerwartet mit 2:1 vorne.

Im vorderen Paarkreuz hatten die Gäste allerdings einige Probleme. Sowohl Nikolas Schade (2:3), als auch Tobias Mangold (1:3) unterlagen etwas überraschend dem Abwehrspezialisten Patrick Börner. Er ist ein Materialspieler, der mit seinen Belägen den Kontrahenten oft Probleme bereitet. „Er hat viele Bälle geholt und einen wirklich guten Tag erwischt“, sagt Nikolas Schade. Den eigentlich besten Weißenborner, Stefan Börner, bezwang er anschließend glatt 3:0. Tobias Mangold ging in beiden Einzeln leer aus.

Palermo und Weix drehen auf

Im mittleren Paarkreuz drehten die nervenstarken Lüderdorfer Patrick Weix und Giuseppe Palermo den Spieß herum. Sie holten in engen Matches zusammen drei Zähler. Nur Ralf Lenze gelang es hier dank seiner starken Aufschläge, für die Gastgeber zu punkten. Er bezwang Patrick Weix 3:0.

Im hinteren Paarkreuz setzten sich Nils Rüger und Timo Schröder im ersten Durchlauf durch. Dass sie am Ende der Partie ihre zweiten Einzel abgaben und auch das Schlussdoppel verloren ging, war bedeutungslos: Die Lüderdorfer hatten zuvor bereits mit 8:5 geführt, den angestrebten Punkt verbucht und Altenbrunslar zur Relegationsteilnahme verholfen.

Alle sechs TTC-Akteure hatten zu diesem Teilerfolg beigetragen. Und so fuhr der Tross bester Stimmung zurück zur Lüdertalhalle. Die lange Party konnte beginnen.

Punkte für Lüdersdorf: Schade/Mangold 1, Palermo/Rüger 1, Schade 1, Palermo 2, Weix 1, Rüger 1, Schröder 1.

Von Thomas Walger

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